Die Megapixel-Diskussion

Mit der Tageszeitung flattern täglich große Prospekte der Technikmärkte auf den Tisch. Bei der Lektüre der Fotoartikel werden immer zwei Angaben sehr groß und fett gedruckt. Das eine ist die kleinste mögliche Rate im Falle der Finanzierung. An zweiter Stelle folgen dann Angaben wie 15.000.000 Pixel. Es entsteht der Eindruck, dass dieser Wert allein über die Qualität der Bilder entscheidet.

Aus meiner Sicht wird die Anzahl der Pixel auf dem Sensors total überbewertet. Um dies zu dokumentieren, füge ich unten zwei mal das gleiche Motiv unbearbeitet ein. Ein Bild entstand mit meiner Olympus OM-D M5 (16,3Mp). Das Vergleichsbild erstellte ich mit dem Oldtimer meiner Tochter, der Canon Powershot A710 mit nur 7Mp. Die Entscheidung, welches Bild aus welcher Kamera stammt, überlasse ich meinen Lesern.

Zugegeben, dieser Vergleich ist zu einfach. Es gibt gute Gründe, die Auflösung des Sensors in die Überlegungen einzubeziehen. Richtig bemerkbar wird die Pixelanzahl erst ab Ausdrucken größer A3 oder im Bereich der Berufsfotografie, wo teilweise höchste Anforderungen an die Qualität gestellt werden.

Der Unterschied zwischen den zwei Sensoren wird erst deutlich, wenn Ausschnitte aus dem Bild erstellt werden. Zur Verdeutlichung füge ich noch zwei Ausschnitte aus den Bildern ein.  Um den Grad der Vergrößerung zu verdeutlichen: Ein Ausdruck des gesamten Bildes in dieser Vergrößerung führt zu einem Bild mit dem Sie ohne Schwierigkeiten eine Wand tapezieren können.  Wie oft benötigen Sie solche Vergrößerungen? Wie nah gehen sie an solche Abzüge heran?

Um das Thema weiter zu vertiefen, folgen noch zwei Bilder. Eines wieder mit 6MP aus der Canon Powershot A710 und ein Bild mit 8Mp aus meinem Iphone. Diesmal ist unschwer zu erkennen, welches Bild welchem Gerät entstammt. Ein Beispieldafür, dass es außer der Auflösung des Chips noch andere Kriterien geben muss, die die Bildqualität bestimmen.

Fazit: Lassen Sie sich nicht von gigantischen Megapixel-Werten blenden. Es ist nur ein Kriterium von vielen. Mein Tipp ist es, nach Kameras zu schauen, die schon einige Zeit auf dem Markt sind. Oft unterscheiden sich die Geräte nur im Design und in der Auflösung des Chips. Der Qualitätsunterschied wird Niemanden auffallen, sofern er nicht in einem Prüflabor arbeitet. Nach 6 Monaten ist auch das superneue Modell überholt und das Nachfolgemodell mit mehr Pixel wird verkauft.

Viele Grüße in das weltweite Netz

Euer MaDie, der Womoknipser
Die Megapixel-Diskussion
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