Ein Schnäppchen für die Jackentasche: Die Olympus PEN E-PL3

Viele Fotoamateure nutzen neben der „Großen“ eine kleine Kamera als ständige Begleitung. Bei mir befand sich meist eine Olympus PEN E-PL1 in der Jackentasche. Jetzt nimmt eine Olympus PEN E-PL3 den Platz ein. Hier schildere ich meine Erfahrungen mit dem günstigen Auslaufmodel. Für mich ist die Kamera derzeit ein Schnäppchen auf dem Markt.

Die Vorgeschichte

Wie schon früher zwischen den Zeilen zu lesen war,geht meine geliebte Olympus PEN PL1 von mir. Aber der Weg ist nicht weit. Im Obergeschoß, im Kinderzimmer darf ich nicht mehr sagen, findet die Kamera ein neues Zuhause. Es war der Wunsch meiner Tochter, eine gute Kamera zur Verfügung zu haben. Mal sehen, vielleicht wandert auch ein Stück Interesse für die Fotografie mit. Einmal klappte dies Vorgehen bereits, die Bilder meiner Ältesten können sich sehen lassen.

Nur was stecke ich in meine Tasche, wenn ich mit Frau oder Hund spazieren gehe? Was nehme ich mit in den Garten? Ursprünglich plante ich, nur noch meine OM-D M5 zu verwenden. Es kam jedoch anders.

Da ich keines meiner Objektive verzichten wollte, beschloss ich ein Kitobjektiv 14-42mm anzuschaffen. Ich begab mich auf die Suche nach einem Objektiv, mit dem meine Tochter ihre ersten Erfahrungen sammeln kann. Bei der Suche im Netz fand ich ein verlockendes Angebot. Allerdings hing noch eine PL3 an dem Objektiv.


Erste Erfahrungen

Jetzt liegt das gute Stück vor mir. Die ersten Fotos liegen bereits ein paar Tage zurück. Aus meinen bisherigen Erfahrungen mit Olympus Kameras erledigte ich die Grundeinstellungen in wenigen Minuten. Für Olympus-Neulinge könnte dies die erste Hürde sein. Wenn ich noch mehr Erfahrungen mit der PL3 gesammelt habe, werde ich das Thema Einstellungen nochmals hier aufgreifen.

Die Bedienung der Kamera erfolgt über diverse Tasten und ein Steuerkreuz. Die Kamera liegt bei mir gut in der Hand, allerdings merkt man bei der Bedienung, dass die Miniaturisierung einige Kompromisse erforderlich machte.

Das klappbare Display ist klar und übersichtlich. Leider verfügt es nicht über eine Touch-Funktion. Viel wurde über das Displayformat geschrieben, da das Bildformat von 4:3 nicht mit dem Displayformat übereinstimmt. Die Displayfläche wird nicht komplett genutzt. Im Praxiseinsatz erwies sich der Punkt für mich als unbedeutend. Ich bemerkte es einfach nicht.

Wie schon bei der PL1 fehlt mir der Sucher. An die Haltung mit den ausgestreckten Armen kann ich mich nicht gewöhnen. Daher nutze ich meist den Aufstecksucher, den ich mir schon für die PL1 beschafft hatte. Der Sucher vergrößert die Kamera wesentlich, führt bei mir aber zu besseren Ergebnissen.

Ein Thema bei Olympus Kameras ist das Rauschen bei höheren Iso-Werten. Hier bleibt die PL3 auf der gleichen Linie. Eine leichte Verbesserung gegenüber der PL1 ist zu erkennen. Mittlerweile nutze ich Iso 800 ohne mir viel Gedanken darüber zu machen. Selbst Iso 1600 ermöglicht noch Fotos in einer brauchbaren Qualität, wenn man bereit ist, das Rauschen bei der Entwicklung zu reduzieren.

Eine deutliche Verbesserung gegenüber der PL1 ist beim Einsatz des Autofokus bemerkbar. Mit allen meinen Objektiven ist der Geschwindigkeitszuwachs spürbar. Im Vergleich mit der Olympus OM-D M5 ist der Autofokus allerdings lahm. Die Treffsicherheit gab mir bisher keinen Anlass für Beschwerden.

Das kleine mit gelieferte Aufsteck-Blitzgerät bewirkt auf Grund der schwachen Leistung keine Wunder und kann nur als Notbehelf angesehen werden. Das kleine Gerät kann jedoch als „Sender“ für die Fernsteuerung weiterer Systemblitze verwendet werden.

Aus meiner Sicht ist die derzeit sehr günstig in der großen Bucht zu erwerbende Kamera für den Einsatz als Zweitgehäuse oder als Einsteigerkamera ein guter Kauf. Dabei ist zu bedenken, dass ein Neueinsteiger in das Olympus System noch einen der Sucher zusätzlich erwerben sollte.

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