Die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel und Kiel Holtenau

Schiffsliebhabern und Sehleuten ist ein Besuch der Schleusen am Nord-Ostsee-kanal zu empfehlen. Von Aussichtsplattformen kann man das Treiben in den riesigen Schleusen gut beobachten.

 Fakten

Bei einer Reise an den Nord-Ostsee-Kanal (siehe Reisetipp) darf der Besuch einer der Schleusenanlagen nicht fehlen. Hier kann man erleben, wie die großen Schiffe anlegen, der Wasserstand angeglichen wird und die Fahrt fortgesetzt wird.

An beiden Kanalenden, in Brunsbüttel und in Kiel Holtenau gibt es 4 Schleusenkammern für die Schiffe. Jeweils Zwei Kammern stammen aus der Bauzeit und können nur für kleinere Einheiten genutzt werden. Die anderen Kammern, die neuen Schleusen, werden von den großen Pötten genutzt.

Dabei ist zu bedenken, dass die neuen Schleusen bereits 1914 errichtet wurden. Für die damalige Zeit war es eine tolle Ingenieurleistung. Heute stellen die Anlagen einen Engpass dar, da die damalige Technik mittlerweile sehr anfällig geworden ist.  Es kam zu langen Schleusensperrungen. Die Schiffe mussten oftmals lange warten, bevor eine Einfahrt in den Kanal möglich war. Derzeit ist der Bau einer zusätzlichen Kammer in Brunsbüttel geplant.

Mehr darüber erfährt man beim Besuch des Informationszentrums Nord-Ostsee-Kanal am Eingang zur Schleuse. Die ähnliche Ausstellung in Kiel ist zur Zeit geschlossen, da das Gebäude durch Bauarbeiten an den Schleusen nicht mehr erreichbar ist.

Meine Erfahrung

Bei meinen Besuchen herrschte meist reger Schiffsverkehr. Nur selten gab es Wartezeiten, bis ein Schiff in die Kammer fuhr. Es ist interessant zu sehen, mit welcher Präzision die großen Frachter navigieren.

Beginnen wir in Brunsbüttel. Die Aussichtsplattform ist jederzeit erreichbar. Nur hatte ich das Gefühl, eingesperrt zu sein. Entweder ging ich hinter einem massiven Zaun oder ein Glaskasten, Aussichtsplattform genannt, umgab mich. Gute Bilder waren nicht möglich. Zu der Ausstellung kann ich aktuell nichts sagen, da mein Besuch des Museums fast 10Jahre zurückliegt. Ein Tipp ist es, unbehindert hinter der Schleuse Richtung Elbe an den Deich zu gehen und das Geschehen zu beobachten.

Besser gefallen hat mir der Aussichtspunkt in Kiel. Obwohl die Seite zu den Schiffen ebenfalls durch eine Glaswand verschlossen ist, gibt es mehr Freiraum für die Besucher. Durch die Lage der Plattform erhält man verglichen mit Brunsbüttel einen besseren Überblick. Nachteilig ist, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt die Besucher als Einnahmequelle entdeckt hat. Am Eingang steht ein Automat. Dort kann man eine Eintrittskarte für 1€ erstehen. Bei meinem letzten Besuch nutzte keiner der zahlreichen Gäste die Möglichkeit.

Wie für Brunsbüttel, so habe ich eine Tipp für Kiel. Einen sehr guten Überblick über die Anlage bietet die Straßenbrücke (Prinz-Heinrich-Str). Leider kann ich keine Fotos von Oben einstellen, da ich bei meinem Besuch der Brücke meine Speicherkarte nicht mitgenommen hatte.

Für einen ausgedehnten Spaziergang an der Förde bietet sich Holtenau an. Mit der kleinen Personenfähre (gratis) kommt man schnell über den Kanal. Die Überfahrt ist bereits ein lohnenswertes Erlebnis.

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