Feuerwerksbilder und die Hobbykollegen

Ein Feuerwerk lockt immer die Fotografen an. Selbstverständlich ging es mir genauso. Ein kleines Erlebnis dazu am Rande

Um mich herum standen noch weitere Fotofans. Kameramäßig ging es von der Vollformatkamera bis zur kleinen Kompakten. Wir bauten unsere Stative auf und warteten. Endlich ging es los.

Eine neue Gruppe Besucher zeigte sich erst jetzt. Die Smartphones wurden hervorgeholt. Allerdings wanderten viele Geräte nach den ersten Versuchen wieder in die Tasche. Feuerwerk fotografieren aus der freien Hand klappt nicht. Egal was für ein Gerät zum Einsatz kommt.

Ich legte kurz den Bildausschnitt fest, nahm meinen kleinen Sender in die Hand und los gingen die Aufnahmen. Um mich herum brach die Hektik aus. Insbesondere die Spiegelreflex-Fraktion war mächtig mit dem Drehen am Objektiv und Kamera beschäftigt. Einer der Fotografen kommentierte: „Mist Autofocus“. Da wurde ständig gezoomt und fokussiert, während ich ruhig meine Aufnahmen machte.

Anders agierten die Kompaktkamerabesitzer. Rote Punkte und Blitzlichter leuchteten auf. Ich schüttelte nur den Kopf und setzte meine Aufnahmen fort. Ich gebe es zu, ich genoss die Blicke dieser Kollegen auf mein Display.

Der Trick ist ganz einfach. Bereits beim Aufbau stellte ich eine Entfernung auf unendlich ein, blendete etwas ab und wählte einen Ausschnitt, in dem ich das Geschehen erwartete. Bei Beginn des Feuerwerks korrigierte ich nur den Ausschnitt nach. Ich versuchte nicht,  jede Rakete zu erwischen, sondern konzentrierte mich auf das, was im gewählten Bereich passierte.

An die Blitze und Autofokusleuchten der Kompaktkameras habe ich mich bereits gewöhnt. Verwundert hat mich, dass die einige der Spiegelreflexbenutzer Schwierigkeiten mit den Kameras hatten. Nachtaufnahmen und Feuerwerk klappen eben nicht mit Autofokus und draufhalten.

Das Geschehen bestätigt wieder meine These. Viele Einsteiger-Spiegelreflexkameras werden an Amateure verkauft, die nur selten zur Kamera greifen. Die Möglichkeiten der Geräte werden selten ausgeschöpft. Vielleicht wären die Fotografen mit einer einfacheren Bridgekamera besser bedient.

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