Meine Lieblingsorte in Frankreich: Der Mont St. Michel in der Bretagne

Jede Urlaubsregion verfügt über Punkte, die zum Pflichtprogramm gehören. Bei einem Besuch der Bretagne ist dies der Mont St. Michel. Für Wohnmobilfahrer habe ich einen Tipp, den Berg außerhalb des großen Gedränges zu besuchen.

Mont Saint Michel

Aktuelle Ergänzung
Der Inhalt dieser Seite entspricht teilweise nicht mehr dem heutigen Stand. Um den Inselcharakter des Mont Saint Michel zu erhalten, wurde das Gebiet um den Berg herum umgestaltet. Es entstanden eine neue Brücke und ein neuer Parkplatz. Mittlerweile ist der Berg nur noch zu Fuß oder mit dem Shuttlebus über die Brücke erreichbar. Dennoch lasse ich den Artikel weiter im Netz, da sich an dem eigentlichen Klosterberg nicht verändert hat. Der Reiz derAnlange besteht nach wie vor.

Wissenswertes über den Mont St. Michel

Der bekannte Klosterberg wird zwar der Bretagne zugeordnet, liegt aber  in der Normandie, direkt an der Mündung des Couesnon, der die Grenze markiert. Auf der 90m hohen Insel entstand ein Kloster. Durch ständige Erweiterung der Bauten wuchs die Anlange bis in das 16. Jahrhundert. Die über mehrere Stockwerke angelegte große Anlage ist ein gutes Beispiel für Sakralbauten der Epoche in der Bretagne. Das Herausragende des Bauwerkes liegt an der Lage auf dem Felsen. Die großen Gebäude kleben nahezu am Felsen. Die Bucht und der Klosterberg gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

Hinzu kommt die Lage am Wattenmeer. Früher umspülte die Flut regelmäßig den Berg. Durch Sandablagerungen erhöhte sich der Meeresgrund und der Charakter einer Insel ging langsam verloren. Derzeit läuft ein groß angelegtes Projekt, das dafür sorgen soll, dass der Sand auf sanfte Art wieder abgetragen werden soll. Ziel ist es, den Mont St. Michel wieder zu einer Insel werden zu lassen. Dazu gehört die Entfernung des Dammes zur Insel und die Umgestaltung des Zugangs für die Besucher. Über die Planungen und den Stand der Bauarbeiten informiert eine Internetseite (Französisch).

In England, genauer in Cornwall, gibt es einen sehr ähnlichen Klosterberg. St. Michels Mount entstand unter Mitwirkung der Mönche vom Mont St. Michel. Obwohl die Anlage in England viel kleiner ist, gibt es viele Gemeinsamkeiten.

Meine Erfahrungen bei meinen Besuchen des Mont St. Michel

Bei allen unserer Bretagnereisen besuchten wir den Klosterberg. Irgendwie zog uns der Berg immer wieder an. Nachdem wir beim ersten Besuch das Gedränge und Geschiebe der Menschenmassen während der üblichen Besuchszeiten erlebten, planten wir bei weiteren Reisen immer eine Übernachtung ein. Wir konnten noch auf dem Meeresboden nahe dem Klosterberg übernachten. So entdeckten wir, dass in der Hauptsaison die Möglichkeit besteht, das Kloster am Abend ohne Führung, jedoch mit Beleuchtung zu besichtigen. In einigen Räumen gab es klassische Musik, passend zum Bauwerk. Wir konnten in aller Ruhe die Anlage besichtigen und bekamen so einen ganz anderen Eindruck der Anlage.

Wir fanden die gesamte Siedlung auf dem Felsen sehenswert. Bereits der Aufstieg zum Kloster durch die engen Gassen gibt einen Eindruck über das frühere Leben auf dem Berg. Mein Tipp dazu: Nutzen Sie soweit es möglich ist, nicht den Hauptweg mit den üblichen Touristenläden, sondern biegen Sie in eine der kleinen Gassen ab. Sofern Sie bergauf gehen, gelangen Sie immer zum Klostereingang.

Die Anlage selbst ist sehr verwinkelt und es fällt schwer, den Überblick zu behalten, da sich die Räume über drei Stockwerke verteilen. Bei einem abendlichen Besuch empfehle ich einen längeren Aufenthalt auf der Terrasse vor der Kirche einzulegen und den Blick auf das Wattenmeer beim Sonnenuntergang zu genießen.

Bei einem Spaziergang im Wattenmeer empfehle ich unbedingt, sich vorher über die Gezeiten zu informieren. Der große Tidenhub zusammen mit der flachen Bucht führt zu einem sehr schnellen Auflaufen des Wassers. Wir konnten einmal aus der Ferne beobachten, wie schnell der Sand überflutet wird.

Abschließend empfehle ich jedem Reisenden in der Bretagne, den Mont. St. Michel zu besuchen und sich nicht von den Menschenmassen zur Hauptsaison abschrecken zu lassen. Zu der aktuellen Stellplatzsituation für Wohnmobile kann ich keine aktuellen Informationen beisteuern. So weit es aus meinen Quellen hervorgeht, wurde der Parkplatz 2,5km vom Berg entfernt neu angelegt.

Mont St. Michel in der Nacht

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