Mit dem Wohnmobil durch die Bretagne, Teil 5

Die Bretagne ist eines der Lieblingsziele der Wohnmobilgemeinde. Auch für mich gehört die Westspitze Frankreichs zu einem gern besuchten Urlaubsziel. In einer kleinen Serie beschreibe ich eine virtuelle Rundreise durch die Bretagne, eine Zusammenfassung unserer Besuche. In diesem fünften Teil beschreibe ich den Abschnitt von Guilvinec bis zu dem Menhiren von Carnac.

Bretagne - CarnacDie nächsten von uns besuchten Orte auf unserer Reise sind Penmarc’h und Guilvinec. In dem Gebiet um Penmarc’h gibt es wieder einmal schöne lange Strände. Bei entsprechender Wetterlage treten richtige Wellen auf, die zeigen, dass die Bretagne am Atlantik liegt. Im Ort selbst ist der Leuchtturm die Besonderheit. Der Phare de Eckmühl kann besichtigt werden. Von Oben gibt es reichlich Küste zu sehen.

Phare de EckmühlGuilvinec 

Direkt in Richtung Osten schließt sich ein schönes Strandgebiet mit Campingplätzen an, dass sich fast bis Guilvinec erstreckt. Dies Gebiet suchten wir mehrfach auf, um einen Bade- und Strandtag einzuschieben. Die Kleinstadt Guilvinec selbst mit einem großen Fischereihafen hat für Besucher nicht viel zu bieten. Nur an Markttagen herrscht ein lebhaftes Treiben.

bei unserem letzten Besuch erlebten wir eine Zirkuswerbung, die es hier in Deutschland nicht mehr in dieser Form gibt. Der Zirkus zog mit Musik durch die Straßen der Stadt, die Elefanten voran. Selbst die Raubtiere zeigte man den Passanten auf einem mit Käfigen ausgerüsteten LKW. Uns taten die nur die Tiere leid.

Quimper 

QuimperIn der Nähe liegt Quimper, die Hauptstadt der Region Finistere, mit 60.000 Einwohnern. Der Dom  und die Altstadt machen einen Abstecher lohnenswert. Für meine Familie gibt es noch eine Besonderheit, die Werksverkaufsstellen von Amorlux. Dort kann man hochwertige Oberbekleidung, hauptsächlich in maritimen Stil, erwerben. Unsere Einkäufe haben sich in der Regel über mehrere Jahre bewährt. (keine Werbung, ich bekomme keinen € für diesen Text!)

Da nach unserer Meinung die Südküste nicht ganz mit dem bereits bereisten Abschnitten mithalten kann, werden jetzt die Sprünge zwischen den beschriebenen Punkten länger. Die nächste von uns besuchte Stadt ist Benodet. Der Ort hat den Charakter eines typischen Badeortes. Von dem früheren Fischerort ist nicht mehr viel zu erkennen. Der Tourismus dominiert den Ort. Die Ursache liegt in den Stränden der Umgebung.

Concarneau

Ganz in der Nähe liegt Concarneau mit der sehenswerten Altstadt, der Ville Close.  Die auf einer Insel liegende autofreie Altstadt kann nur über eine Brücke oder mit einer kleinen Fähre erreicht werden. Parkplätze auch für Wohnmobile sind vorhanden. Es lohnt sich ein Rundgang auf den Befestigungsanlagen um die Stadt. Von der erhöhten Position gibt es schöne Blicke in die Stadt und auf die Bucht. Das Vergnügen teilt man sich jedoch mit einer großen Zahl von Besuchern.

Im Fischereimuseum erfährt man viele Dinge rund um die Geschichte des Fischfangs. In der Außenanlage kann ein Fangschiff besichtigt werden.

Für Reisende, die den Touristenströmen entgehen möchten, empfehle ich den kleinen Ort Nevez mit seinem Campingplatz. Strand und Meer sind dort ebenso schön wie an vielen wesentlich stärker besuchten Orten an der Südküste. Ein großes Angebot für Touristen sucht man jedoch ebenfalls vergebens.

 

Ile de Quiberon

Die Rundreise ist fast beendet. Es wartet noch ein Höhepunkt auf uns, die Insel Quiberon. Die Landschaft der über einen Damm mit dem Festland verbundenen Insel kann man als eine Bretagne im Miniaturformat bezeichnen. Es gibt schöne Strände und die wilde Felsküste auf der Westseite. Natürlich zieht diese Kombination die Urlauber an. Da wir einen Campingplatz benötigten, mussten wir dort auch in der Nachsaison noch suchen, um einen freien Platz zu finden. Auf dem Wohnmobilstellplatz, einem Parkplatz an der Felsküste gab es noch Plätze. Uns gefiel es auf der mit dem Rad gut zu erkundenden Insel gut und den Besuch lohnenswert. Im Hafen startet die Fähre zu der vorgelagerten Insel Belle Ile.

Carnac und die Hinkelsteine

Von Quiberon ist es nicht weit zu unserer letzten Station der der Reise einmal um die Bretagne, der Hinkelsteinstadt Carnac. In der Nähe stehen hunderte von Menhiren in Reihe und Glied. Leider ist es nicht mehr möglich, zwischen den Steinen umherzugehen, wie es früher möglich war. Zum Schutz der Anlage errichtete man Zäune um die großen Steinsetzungen und errichtete ein Besucherzentrum, in dem man Alles rund um die Anlage erfahren kann.

Trotz dieser Einschränkungen für die Besucher lohnt sich ein Besuch, um einen Eindruck von der Größe der Steinsetzung und der Vielzahl der Steine zu erhalten.

An dieser Stelle endet unser Besuch in der Bretagne. Allerdings möchte ich noch einen Tipp für einen Besuch anfügen, auch wenn das Ziel, Le Crosic, nicht mehr zu Bretagne gehört. Le Crosic liegt auf der gleichnamigen Halbinsel in der Nähe von St. Nazaire. Ähnlich wie auf Quiberon wechslen sich Badestrände und wilde Küstenabschnitte ab. Für uns war es jedoch die Meersalzgewinnung auf die traditionelle Art, die uns anzog. In vielen kleinen Becken verdunstet das Meerwasser und das Salz kann abgeschöpft werden. An einigen Verkaufsständen kann das Salz dann direkt erworben werden.

Wir haben es geschafft, einmal die Bretagne zu umrunden. Bitte haben Sie Verständnis, falls Ihr Lieblingsort nicht in diesem Bericht vorkommt. Die Küste der Bretagne hat einfach viel zu bieten.

In einem letzten Teil dieser Serie fasse ich noch meine allgemeinen Erfahrungen unserer Besuche zusammen. Der Teil folgt wie immer in Kürze.

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One Reply to “Mit dem Wohnmobil durch die Bretagne, Teil 5”

  1. Danke für den Beitrag. ich habe den kompletten Reiseverlauf ausgedruckt .Ende Juni werde ich die Reise nachfahren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Fred

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