Meine Entscheidung für das Micro-Four-Third-System

Wie bereits in dem Artikel:“Meine Kamerageschichte“ geschrieben, erfolgte mein Umstieg zur Systemkamera von der Olympus E-630. Da es mir insbesondere auf Reisen wichtig ist, möglichst wenig Gewicht tragen zu müssen, suchte ich eine kleine „Immer Dabei“ Kamera, um nicht immer die gesamte Fototasche mitführen zu müssen.

Welche Kamera für Unterwegs?

Zuerst suchte ich im Marktsegment der hochwertigen Kompaktkameras. Die Canon G11 wurde zum Favoriten. Leider überzeugte mich ein Test beim Händler nicht. Ich suchte weiter. Die neue Olympus PEN-Serie interessierte mich bereits seit der Markteinführung der ersten PEN. Die Systemkameras stellten für mich einen idealen Kompromiss zwischen Gewicht, Größe und technischen Möglichkeiten dar. Leider lagen die ersten Kameras oberhalb meines geplanten Budgets.

Erst mit Markeinführung der Pl1 passten mein Sparschwein und die Angebote zusammen. Hinzu kam, dass ich mit einem Adapter meine FT-Objektive nutzen konnte. Die Entscheidung war gefallen. Eine E-PL1 erweiterte meine Ausrüstung.

Die Olympus PEN PL1

Die Kamera erfüllte meine Erwartungen voll. Die Bildqualität unterschied sich nicht stark von der E620. Allerdings fehlte mir der Sucher. Ich konnte mich nicht an das Fotografieren mit ausgestrecktem Arm gewöhnen. Dem Sparschwein wurde Diät verordnet und ein Aufstecksucher landete in der Fototasche.

Jetzt entwickelte sich die kleine Kamera immer mehr zu meinem Liebling. Es störte mich nicht, dass  bei größeren Objektiven der Eindruck „Objektiv mit kleinem Halter“ entstand. An den elektronischen Sucher gewöhnte ich mich schnell. Die PL1 verursachte im Laufe der Zeit weiteren Kummer für mein Sparschwein, da der Objektivpark langsam wuchs. Erst die OMD M5 schaffte es, die PL1 zu der ursprünglich geplanten Verwendung als kleine „Immer Dabei“ zurückzudrängen. Der Umstieg auf die Systemkameras war vollzogen.

Meine Beurteilung des Micro-Four-Third-Systems

Immer wenn ich meinen kleinen Fotorucksack packe, freue ich mich, dass ich den Umstieg vollzogen habe. Die MFT Ausrüstung stellt den für mich optimalen Kompromiss zwischen Größe und Qualität dar.

Der oft gescholtene elektronische Sucher stellt für mich mittlerweile einen Vorteil dar. Ich habe mich daran gewöhnt, das spätere Bild bereits vor der Aufnahme grob beurteilen zu können. Mit den entsprechenden Einstellungen entspricht die Anzeige dem späteren Bild. Die manuelle Entfernungseinstellung ist mit dem Sucher problemlos möglich. Ich gebe jedoch zu, massiv den Autofokus zu nutzen

Ein weiteres Argument gegen das System ist der im Vergleich zum Vollformat kleine Sensor. Natürlich wirkt sich der kleine Sensor aus. Insbesondere das schlechtere Rauschverhalten bei höheren Isowerten ist bemerkbar. Die praktischen Auswirkungen des Rauschens halte ich für gering, da ich nur wenige Bilder als Großposter ausbelichten lasse. Notfalls gibt es kleine Helfer, mit denen man das Rauschen später am Computer reduzieren kann.

Eine weitere Auswirkung der Sensorgröße ist das geringere Freistellungspotential. Der Unterschied zu den Crop-Kameras der Konkurrenz ist sichtbar. Ausgeglichen wird dieser Effekt nur durch die mittlerweile erhältlichen lichtstarken Objektive. Zu dem immer wieder zu lesenden Thema Olympus und schlechte Menüstruktur habe ich schon genug geschrieben. Für mich ist es nach einmaliger Einarbeitung kein Nachteil.

Insgesamt stellen die Micro-Four-Third-Systemkameras das für mich beste Gesamtpaket dar. Bei meinen Anforderungen sind Kompromisse erforderlich. Eine kleine, leichte Vollformatausrüstung ist noch nicht erfunden. Gleichfalls ist der kleine Superchip für die Crop-Kameras noch nicht auf dem Markt. Die Bildqualität der Micro-Four-Third Kameras übertrifft meine Anforderungen. Wenn ich mir eine Verbesserung wünschen könnte, wäre es eine Rauschverringerung oberhalb 3200ASA.

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