Hamburg, meine Erfahrungen und Tipps

Hamburg ist eine Reise wert. Auch die Wohnmobilfans zieht es immer wieder in die Stadt. Im folgenden Artikel geht es um meine Lieblingsorte in der Hafenstadt. Wie immer handelt es sich um meine rein subjektive Sicht auf die Stadt an der Elbe, um meine Erfahrungen und Tipps.

Die Stellplatzsituation

Leider passen aus meiner Sicht die angebotenen Stellplätze nicht ganz zu dem sonst sehr gutem touristischen Angebot der Stadt. Einen Geheimtipp habe ich nicht. Wir übernachteten meist direkt am Fischmarkt. Einmal nutzten wir den Wohnmobilhafen unter der S-Bahn-Brücke. Mittlerweile gibt es einen Stellplatz am Heiligengeistfeld in St. Pauli. Den Platz werde ich bei meinem nächsten Besuch mir einmal ansehen. Da mir die bisherigen Plätze nicht richtig gefallen, kann es nur besser werden.

Vor einer Übernachtung an den Landungsbrücken gibt es zwei Punkte zu beachten, wenn man halbwegs ruhig übernachten möchte. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fahren die Betreiber der Marktstände des Fischmarktes über den Platz. Der direkt angrenzende Markt wird lautstark aufgebaut. Nie wieder werde ich dort an einem Samstag übernachten.

Weiterhin sind die Arbeiten in dem gegenüberliegenden Schwimmdock von Blohm und Voss zu beachten. Sollte sich ein Schiff im Dock befinden, arbeitet man rund um die Uhr. Je nach anstehenden Arbeiten kann es rund um die Uhr laut zugehen und die Nachtruhe im Wohnmobil massiv stören.

Vor einiger Zeit freuten wir uns, zufällig das Eindocken eines großen Schiffes beobachten zu können. Direkt vor dem Mobil fuhr das große Schiff in das Schwimmdock. Die Überraschung kam am späten Abend. Kaum war das Schiff im Dock, da begannen Arbeiter, lautstark Teile aus dem Schiff herauszuschneiden. Die folgende Nacht verlief entsprechend. Natürlich zogen wir am nächsten Morgen weiter.

Bitte lassen Sie sich nicht von dem oben stehenden Bild täuschen. Das Bild stammt aus meinem Archiv  (Winter 2010). Mittlerweile gibt es keinen Elbblick mehr (Büsche). Im Sommer wird wesentlich enger geparkt. Einen Live Blick auf den Platz gibt es hier ab und zu am unteren Bildrand.

In bzw. in der Nähe der Hansestadt gibt es einige Campingplätze. Leider kann ich nicht aus eigener Erfahrung über die Plätze berichten.

Nahverkehr

Besuchern mit dem Wohnmobil empfehle ich, das Fahrzeug stehen zu lassen. Mit einer Tageskarte des HVV (Hamburger Verkehrsverbund) für ca. 5€ sind alle interessanten Punkte der Stadt gut zu erreichen. Die nervenraubende Parkplatzsuche mit dem mobil in der Innenstadt entfällt und man sieht mehr von der Stadt.

Zu beachten ist dabei, dass in Hamburg die Welt leicht verdreht ist. Die U-Bahnlinien verlaufen teilweise oberirdisch oder als Hochbahn, während die S-Bahn streckenweise unter der Erde verläuft. Besonders deutlich wird dies am Bahnhof Landungsbrücken.

Hamburg U-Bahn

Musicalbesuch

Viele Besucher kommen in die Stadt an der Elbe, um ein Musical zu besuchen. Den „König der Löwen“ kann ich nur empfehlen. Die Theater sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Für Kurzentschlossene habe ich noch einen Tipp. An der Abendkasse gibt es manchmal noch vergünstigte Restkarten für die jeweilige Aufführung. Wer spontan noch Lust auf einen Besuch hat, sollte es einfach mal probieren und einige Zeit vor der Aufführung an der Kasse fragen.

Durch den Neubau einer weiteren Spielstätte im Hafen gibt es anscheinend die Übernachtungsmöglichkeit auf dem Parkplatz am Theater nicht mehr. Vielleicht kann einer meiner Leser mehr dazu sagen. Gibt es noch eine Möglichkeit, am Theater im Hafen zu übernachten?

 

Miniatur-Wunderland

Wenn es nach den Besucherzahlen geht, ist das Miniatur-Wunderland die wichtigste Sehenswürdigkeit in Hamburg. Ich gebe zu, auch wir statten der Welt im kleinen Maßstab immer einen Besuch ab. Jedes Mal nehmen wir uns vor, nur die neuen Abschnitte genauer zu betrachten. Da es jedoch immer wieder Neues zu entdecken gibt, dauert der Besuch dann länger wie geplant. Je nach Jahreszeit oder zu besonderen Veranstaltungen werden Details angepasst. Besonders die Kleinigkeiten verleiten dazu, möglichst genau zu schauen.

Leider gibt es  manchmal Wartezeiten. Die Betreuung in der Schlage ist schon ein Ereignis. Es gibt Süßigkeiten oder kleine Getränke, manchmal sogar für die Kinder ein kleines Eis. Mein Tipp ist es, die Anlage am Abend bis zum Toresschluss zu besichtigen. In der Regel ist der Andrang dann geringer und man kann die Details besser und in Ruhe betrachten. Mittlerweile gibt es im Internet eine aktuelle Anzeige der Wartezeit.

Eine Besonderheit möchte ich noch erwähnen. Das Fotografieren ist jederzeit und überall im Miniaturwunderland erlaubt.

Einkaufen

Wer in Hamburg der Damenwelt eine Freude machen möchte, bummelt über den Jungfernstieg an der Binnenalster. Dabei sollte die Kreditkarte immer in Reichweite sein, um das eine oder andere schöne Stück zu erwerben. Zur Entschädigung empfehle ich den Herren der Schöpfung einen Besuch im Apple Store. Dort kann Mann dann alle aktuellen Apple Produkte in Ruhe testen und begutachten. Um das Rathaus herum in der Mönckebergstrasse gibt es die Geschäfte und Ketten, die in jeder Stadt zu finden sind.

Landungsbrücken und alter Elbtunnel

Jeder Besucher Hamburgs wird über kurz oder lang an den Landungsbrücken ankommen. Hier, gegenüber des älteren Teils des Hafens, schlägt das maritime Herz der Stadt. Immer schön und unterhaltsam ist es, den regen Schiffsverkehr zu beobachten. Mit etwas Glück kann man ein größeres Schiff beobachten. Die ganz großen Pötte kommen an den Landungsbrücken nicht vorbei.

Um einen meiner Lieblingsplätze zu erreichen, ist ein kleiner Spaziergang fällig. Am westlichen Ende der Landungsbrücken, direkt bei der S- und U-Bahnstation Landungsbrücken befindet sich der alte Elbtunnel. Das Kopfbauwerk mit seinen historischen Aufzügen und Treppen finde ich sehenswert. Allerdings ist es einer der ganz wenigen Orte dieser Welt, wo ich Schwindelgefühle bekomme. Wenn ich die Aufzüge von oben betrachte, verliert mein Gehirn irgendwie den Bezug und ich verliere die Orientierung. Meine Familie macht sich schon immer lustig, wenn wir den Bau betreten.

Weiter geht es durch den Tunnel auf die andere Seite der Elbe. Die Maße der Tunnelröhren orientierten sich beim Bau übrigens an Pferdekutschen. Daher geht es in den Röhren eng zu, wenn ein Fahrzeug den Tunnel nutzt. Leider oder zum Glück werden die Röhren derzeit aufwendig restauriert, um den Tunnel zu erhalten. So ist mit Bauarbeiten zu rechnen.

Auf der anderen Seite angekommen findet man eine kleine Aussichtsplattform direkt an der Elbe und hat einen freien Blick auf die Skyline der Stadt und die Landungsbrücken. Besonders für Fotografen lohnt sich der kleine Spaziergang, denn jetzt hat man die Sonne im Rücken.

Hafenrundfahrten

Zu jedem Hamburg-Besuch gehört eine Hafenrundfahrt. An den Landungsbrücken stehen viele freundliche Werber der einzelnen Unternehmen. Große Unterschiede im Angebot konnte ich nicht feststellen. Ein Vorteil der kleinen Barkassen ist es, sehr dicht an die Schiffe heranfahren zu können. Falls es zeitlich möglich ist, wählen Sie den Zeitpunkt der Rundfahrt so, dass der Wasserstand eine Fahrt durch die Kanäle der Speicherstadt ermöglicht. Es lohnt sich, diesen Teil des Hafens auch vom Wasser aus zu sehen.

Mittlerweile verzichte ich auf diese Rundfahrten. Dafür fahre ich manchmal mehrfach am Tage mit der Hafenfähre. Der Vorteil ist, dass dort die Fahrscheine des HVV gelten und keine weiteren Kosten entstehen. Zu dem Thema habe ich bereits vor einiger Zeit einen Reisetipp geschrieben.

Hafen City und Speicherstadt

Das ursprüngliche alte Hafengebiet veränderte sich in der letzten Zeit stark. Neben der historischen Speicherstadt mit seinen alten Backstein-Speichergebäuden entstand auf den nicht mehr für den Hafen benötigten Flächen die Hafen City, ein von moderner Architektur geprägtes Neubaugebiet.

Miene Empfehlung ist es, nicht nur über die Brücken und entlang der Kanäle der Speicherstadt zu bummeln, sondern auch den modernen Bauten etwas Aufmerksamkeit zu geben. Manche Bauten gefallen mir gut, andere Häuser finde ich nicht so gelungen. Irgendwann werde ich an dieser Stelle meinen Text ändern und die Elbphilharmonie zu den interessanten Punkten hinzufügen. Aber wann dies der Fall ist, steht in den Sternen.

Der Elbstrand

Für mich gehört der Elbstrand zu den besonderen Stellen der Stadt. Direkt von den Landungsbrücken gelangt man mit der Hafenfähre zum Anleger Övelgönne. Dort gibt es nicht nur den Museumshafen, sondern elbabwärts auch den Elbstrand.

Wer geht nicht gern an einem Sandstrand spazieren, insbesondere wenn am gegenüberliegenden Ufer die Containerschiffe be- und entladen werden. Allerdings sollte man beim Spaziergang am Wasser aufpassen, große Schiffe verursachen manchmal große Wellen. Mit nassen Schuhen im Sand läuft sich unangenehm, wie ich aus eigener Erfahrung feststellen konnte. Insbesondere im Sommer lohnt der Ausflug, da sich in Strandnähe einige Restaurants und Strandbars befinden. Schnell kommt das übliche Strandgefühl auf.

Weitere interessante Dinge für einen Hamburg-Besuch

Wie schon geschrieben gehört Hamburg zu einem von uns oft besuchten Reiseziel. Daher habe ich schon einige kleine Reisetipps zu Orten in Hamburg verfasst.

Mit dem Rad durch den Hafen“ beschäftigt sich mit der Möglichkeit, die Hafenlandschaft einmal aus einer anderen Sicht zu erleben.

Wer einmal ein Containerterminal aus der Nähe erleben möchte, dem empfehle ich eine Fahrt nach Moorburg. Dort gibt es große Schiffe und viele Container ganz aus der Nähe.

Dockland, ein moderner Bau an der Elbe beschreibt den idealen Aussichtspunkt auf den Schiffsverkehr auf der Elbe.

Und wenn Sie dann genug von der Stadt haben, empfehle ich einen Abstecher in das Alte Land. Vielleicht möchten Sie einmal einige Äpfel direkt beim Erzeuger einkaufen? Zum Übernachten empfehle ich den Stellplatz in Hollern-Twielenfleet mit Blick auf die Elbe und die großen Schiffe.

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