Der graue Himmel – eine Herausforderung

Dieser Fototipp passt in die Reihe, denn auf Reisen kann man nur selten ein Motiv bei idealen Lichtbedingungen ablichten. Oft zeigt sich der Himmel in unseren Breiten in einem fast durchgehenden Einheitsgrau.

Für uns Hobbyfotografen gilt es bei diesen Verhältnissen, aufmerksam zu sein. Obwohl es kaum erkennbare Schatten gibt, sind die Hell/Dunkel-Unterschiede extrem.Entweder wird der Himmel als eine durchgehende hellgraue, fast weiße Fläche abgebildet oder das Motiv vor dem Himmel versinkt in der Dunkelheit. Insbesondere ein Einsatz der Belichtungsautomatik führt zu diesen Ergebnissen.

Leider löst eine von Hand gewählte Belichtung das Problem nicht vollständig. Eine gute, passende Belichtung wird man kaum finden, den der Helligkeitsunterschied zwischen Himmel und Motiv überfordert die Sensoren. Es wird immer bei einem Kompromiss bleiben.

Die Lösung ist sehr einfach. Das Geheimnis ist der richtige Ausschnitt. Bereits bei der Motivauswahl versucht man,  möglichst wenig von dem tristen grauen Himmel auf das Bild zu bekommen. So umgeht man die Belichtungsschwierigkeiten weitgehend. Vielleicht ist das Übersichtsbild des Schlosses oder der Kirche nicht möglich, aber die Details, wie z.B. ein Fassadenausschnitt oder die schöne Tür lassen sich gut und ohne Belichtungsschwierigkeiten abbilden.

Zur Verdeutlichung habe ich zwei Bilder aus Weimar ausgewählt. Beide Bilder kamen, wie unten dargestellt, aus der Kamera. Eine Bearbeitung fand nicht statt. Die Belichtung erfolgte mit Blendenvorwahl und automatischer Einstellung der Belichtungszeit.

Während das obere Bild ohne Bildbearbeitung direkt in den Papierkorb gehört, kann das zweite Bild als Erinnerung an den Ort dienen. Die Ursache ist klar, einmal führte der große Teil des Himmels und verhinderte ein besseres Ergebnis. Beim zweiten Bild wirkte sich das kleine Stück Himmel kaum auf das Bild aus. Dafür entstanden die sehr hellen Stellen im Bild, die sich jedoch beim vorliegenden Motiv kaum negativ auf das Bild auswirken.

Für die Leser, die sich mit der Bildbearbeitung beschäftigen, gilt dieser Tipp nur eingeschränkt, aber dazu folgt ein gesonderter Fototipp.

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