Von Blogger zu WordPress, mein Umzug mit Schwierigkeiten

Viele Neublogger suchen für den Anfang eine einfache Möglichkeit, einen Blog zu erstellen. Bei meinem Einstieg ging es mir ähnlich. So entschied ich mich, meinen Blog auf Google Blogger zu betreiben. Jetzt bin ich auf WordPress umgezogen. Leider klappte es nicht reibungslos.

Meine Gründe für den Wechsel

Gute Vergleiche zwischen Blogger und WordPress findet man im Netz genug, Daher überlasse ich dies Feld den Experten und schildere nur meine subjektive Sicht der Dinge.

Anfangs war ich mit Google Blogger sehr zufrieden. Schnell fanden erste Seiten den Weg in das weltweite Netz. Der Womoknipser wuchs und veränderte sich. Nicht immer war es einfach, die Gedanken umzusetzen. Oft ging es nur mit Eingriffen in den Code und mit etwas Frickelei. Zum Schluss enthielt der Blog ca. 20 Änderungen der Vorlage. Es bestand die Gefahr, die Übersicht zu verlieren.

Daher überlegte ich immer mal wieder, auf WordPress umzusteigen. Jeder Besuch eines WordPress-Blogs zeigte mir, wie stark ich durch Blogger eingeschränkt war. Die Logik sagte mir, steig um. Leider siegte immer der innere Schweinehund und der Satz „Never touch a running System“

Hinzu kam, dass die Domäne www.womoknipser.de bei 1&1 lag und nur mit einem Kniff (Danke Bastian) zu Blogger umgeleitet wurde. Das Konstrukt funktionierte gut, nur rechnete ich immer damit, dass mir die Umleitung eines Tages Schwierigkeiten bereiten würde..

Die Entscheidung fiel, wie so oft im Leben, dann ganz spontan. Wieder einmal ärgerte ich mich über eine nicht angekündigte Änderung bei Blogger. Diesmal war es die erzwungene Einführung von HTTPS. Ich begann mich näher mit dem Umzug zu beschäftigen und durchsuchte das Netz nach Tipps und Erfahrungsberichte. Besonderes Augenmerk legte ich auf die Bilder, da der Womoknipser von meinen Fotos lebt. Ich fand einige Berichte, die mir Mut machten. Besonders hilfreich fand ich den Artikel von Mireia und von Mia, die mir Mut machten.

Hinzu kam, dass meine private Terminplanung zu den Planungen passte. Der Systemwechsel sollte in den zwei Wochen vor Weihnachten endgültig stattfinden. Mir stand genügend Freizeit zur Verfügung. Gleichzeitig erreichen meine Besuchszahlen im Dezember regelmäßig den Jahrestiefpunkt.

Die Testinstallation

Um mit der neuen WordPresswelt vertrauter zu werden, entschied ich mich für eine Testinstallation auf unserem heimischen Synology-Netzwerkspeicher. Erstaunlich schnell lief meine interne Installation. Mit dem Plugin „Blogger Importer Extended“ startete ich einen ersten Import meines Blogs. Es klappte hervorragend. Leider beging ich den Fehler, den Import nach ca.1000 Bildern abzubrechen. Meine Ungeduld rächte sich später.

Mit meinen Testdaten machte ich mich auf die Suche nach dem richten Layout. Die Experten werden jetzt schmunzeln, denn ich verirrte mich hoffnungslos im riesigen Angebot. Nach mehreren Abenden Suchen und Testen war ich in einer Sackgasse. Der geplante Umzugstermin kam näher und eine Entscheidung musste fallen. Aus Zeitgründen entschied ich mich für eine einfache Lösung und verzichtete auf moderne Themes mit hohem Anpassungsaufwand. So kommt derzeit das Catch Pro Theme zum Einsatz. Das aufwendigere Theme kommt eventuell später zum Einsatz.

Es geht los!

An einem Freitagabend machte ich mich an das Werk. Der erste Schritt, das Anlegen einer Subdomäne und die WordPressisnstallation klappte schnell. Dann tauchte sofort die erste Schwierigkeit auf. Meine trickreiche Umleitung verhinderte den Zugriff auf die Domain und schlimmer, auf die Subdomain. Ich hatte zwar WordPress erfolgreich installiert, konnte aber nur über FTP darauf zugreifen.

Schweren Herzens entschied ich mich, die Weiterleitung zu entfernen. Damit war der Womoknipser nur noch über die Blogspot-Adresse erreichbar. Die meisten Besucher landeten im Nirwana der neuen Installation. Hello world, mehr gab es nicht. Sofort machte ich mich an WordPress und konfigurierte im Schnellverfahren das System. Dank meiner gut dokumentierten Trockenübungen auf dem NAS ging dieser Schritt schnell und reibungslos von statten. Sogar ein Baustellenschild warnte die Besucher

Die Bildübertragung klappt nicht!

Als letzte Amtshandlung startete ich das Plugin „Blogger Importer Extended“ und ging ins Bett. Am nächsten Morgen sah ich sofort, dass der Import zum größten Teil gelaufen war. Es dauerte eine Weile, dann kam der Schreck. Die Zahl der importierten Bilder lag weit über der Anzahl der vorhandenen Fotos. Mittels FileZilla erkannte ich, dass bestimmte Bilder immer wieder geladen werden, während andere Bilder überhaupt nicht berücksichtigt wurden. Mittlerweile hatte das plugin über 8000Bilder importiert, obwohl nur 2000 Bilder im Blog verwendet werden. Die Experten denken jetzt sofort an die unterschiedlichen Bildgrößen in der Datenbank. Nein, dies war nicht das Problem, denn die unterschiedlichen Größen wurden ebenfalls mehrfach generiert.

Nach einiger Überlegung brach ich den Import ab, Den zweite Versuch startete ich mit einem neu aufgesetztem WordPress. Alles lief unter steter Beobachtung sauber ab. Die ersten 1000 Bilder wurden sauber importiert. Leider begann dann das Drama von vorn. Wieder wanderten immer die gleichen ca. 100 Bilder in das System.Nach zwei Tassen Tee, keinem Beruhigungstee, brach ich auch diesen Versuch ab.

Online mit einer Notlösung

Zum Glück enthielten die importierten Posts noch die Links zu den Speicherorten bei Google. Daher sahen die Posts noch halbwegs brauchbar aus. Nur die Bildgrößen passten nicht immer. Die Bilderanzeige erfolgte manchmal ungewollt in voller Größe. Nach einigen Tests entschied ich mich, mit dieser Version des Womoknipsers zu starten. Nach einigen Einstellungen am Catch pro Theme gab ich den Blog frei, um nicht zu viele Leser zu verprellen. Mein Problem mit den Bildern vertagte ich auf den nächsten Tag.

Am Tag Drei der Umstellung kam viel Handarbeit. Zuerst bemerkte ich dass einige Permalinks den Umzug nicht überlebt hatten. Mit dem Plugin Linkchecker ermittelte ich die Artikel und passte die Permalinks in Handarbeit an. Es waren ca.20 Posts zu bearbeiten. Die Ursache fand ich schnell. Die betroffenen Posts waren mir beim Putzen für den zweiten Importversuch durch die Lappen gegangen. Eigene Dummheit!

Die Arbeit an den Bildern vertagte ich anfangs. Mittlerweile war ich zu der Erkenntnis gekommen, dass mein Bilderproblem eine Chance ist. Schon länger stand ein Bilder-Frühjahrsputz an. Dafür war jetzt die Gelegenheit gekommen. So begann ich mit den Bildern meiner meistgelesenen Posts. Die weitere Perfektionierung des Themes und der Bedienung erschienen mir wichtiger. Am Ende des Tages fand ich die Oberfläche ganz in Ordnung und ich konnte diesmal beruhigt das Bett aufsuchen.

Die Wochen nach der Umstellung

Jetzt, zwei Wochen nach der Umstellung, bin ich froh, den Schritt gegangen zu sein. Der Blog läuft gut, WordPress und 1&1 arbeiten zuverlässig. es gibt immer noch Artikel, die auf die Blogger-Bilddaten zugreifen. Aber jeden Tag wird es mindestens ein Post weniger. Zur Entschädigung erscheinen die Bilder jetzt in einer schöneren Darstellung. Zufällig stieß ich auf das Plugin FooGallery. Die Gallerieansicht entspricht genau meinen Vorstellungen und ist problemlos zu bearbeiten. Mittlerweile begehe ich öfter den Fehler, hier und da noch an Kleinigkeiten heraufzuschrauben und dabei die Überarbeitung der alten Artikel zu vernachlässigen.

Zu meinem Erstaunen sind mir meine Leser erhalten geblieben. Google hat mir die Aktion und den zeitweiligen Totalausfall nicht übel genommen und vermittelt mir weiterhin mit dem Vorjahr vergleichbare Leserzahlen. Anfangs ging die Aufenthaltsdauer leicht zurück. Jetzt, nachdem sich die Benutzer an die neue Oberfläche gewöhnt haben, erreichen die Werte wieder das Vorjahrsniveau.  Ich bin jetzt gespannt, ob sich der übliche Frühjahrsanstieg der Leserzahlen wieder einstellt.

Neu und erschreckend waren die vielen Versuche, in WordPress einzudringen. Limit Login Attemps  half mir dabei, die bis zu 100 Versuche pro Nacht abzuwehren. Irgendwann werde ich beim Thema Sicherheit noch zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen. Dank AntiSpam Bee bekam ich die englischsprachigen Viagra-Angebote ebenfalls schnell in den Griff. Ich kann nur empfehlen, jeden WordPress-Blog mit diesen oder anderen Plugins gegen die dunkele Seite des Internets zu schützen.

Rückblick

Insgesamt habe ich drei Tage fast nur vor dem Rechner verbracht. Geholfen hat mir nur die Suche im Netz und die Geduld meiner Familie. Sehr hilfreich war meine Testversion im lokalen Netz. So konnte ich mich in einer geschützten Umgebung vor dem großen Tag in WordPress einarbeiten. Dies half mir beim Umzug, denn ich arbeitete in einer bereits bekannten Umgebung.

Die Ursache für die Importschwierigkeiten habe ich nicht genau untersucht und getestet. Mittlerweile gibt es aus meiner Sicht zwei mögliche Fehlerquellen. Zum einen nutzte ich in Blogger eine  Änderung der Vorlage, um die Bilder komfortabler einbinden zu können. Hier könnte die Fehlerquelle liegen. Eine weitere Möglichkeit liegt in meinem Arbeitsablauf beim Import. Durch meine Testinstallation wußte ich schon, welche Plugins ich nutzen wollte. Diese Helfer baute ich bereits vor dem Import in WordPress ein. So kann es zu Unverträglichkeiten gekommen sein.

Ausblick

Die Geduld meiner Familie wird weiterhin erforderlich sein, denn die nächsten größeren Arbeiten stehen vor der Tür. Auf Der Liste stehen noch die HTTPS Einführung und der Wechsel auf mein Traumtheme. Irgendwann später gegen Ende meines Vertrages kommt dann noch der Domäne-Umzug zu einem anderen Provider.

Jedoch habe ich mir vorgenommen, mich erst an die nächsten Änderungen zu setzen, wenn die die Fleissaufgabe der Überarbeitung meiner Posts erledigt habe. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, irgendwann ist diese Tätigkeit vorbei.

Ich bin sicher, dass ich noch weiteres Lehrgeld zahlen werde. Dies war am Anfang meiner Blogerei so und zog sich durch das ganze erste Jahr des Blogs. Mal sehen, wie sich der Womoknipser weiter entwickelt. Auf jeden Fallest klar, dass ich als IT-Laie fiel gelernt habe und noch weitere Erfahrungen sammeln werde.

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