Welche zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen sind in einem Wohnmobil sinnvoll?

Jeder Katalog der bekannten Campinghändler enthält viele verschiedene Hilfsmittel, um ein Wohnmobil sicherer zu machen. Die Auswahl geht von einfachen mechanischen Sperren bis zu hochwertigen Alarmanlagen. Ohne Schwierigkeiten kann ein vierstelliger Betrag in den Einbruchschutz und für Sicherheitsmaßnahmen investiert werden.

Im Internet geht es weiter. Kleine Spezialversender bieten Lösungen für Türen und Fenster an. In den Foren laufen endlose Diskussionen nach dem Schema: Mein Haus, mein Boot, meine Alarmanlage. Eine wirkliche Hilfestellung gibt es nur selten.

Jedes Jahr am Anfang der Reisezeit werden neue Schreckensnachrichten verbreitet. Erste Berichte über „ausgeraubte“ Wohnmobile füllen die Zeitungsseiten. Da stellt sich für viele die Frage nach zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Den perfekten Schutz gibt es nicht

Um es gleich ganz deutlich zu sagen, es gibt keine perfekte Lösung. Es wird immer eine Möglichkeit geben, unsere fahrenden Blech-, Holz- und Kunststoffhäuser gegen unseren Willen zu betreten.

So müssen wir damit leben, dass es immer wieder bösen Mädchen und Buben gelingen wird, in ein Wohnmobil einzudringen. Wir haben nur die Möglichkeit, den dunklen Gestalten die Arbeit deutlich zu erschweren.

Die gefühlte Sicherheit

Alle Schutzmaßnahmen erfüllen aus meiner Sicht nur den Zweck, das Bedürfnis der Besatzung nach Schutz und Geborgenheit zu erfüllen. Die Voraussetzungen für diese gefühlte Sicherheit unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.

So schlafen manche Besatzungen im Sommer bei offenen Türen und Fenstern, während andere erst mit eingeschalteter Alarmanlage und hinter drei Schlössern die Augen beruhigt schließen können. Ein kleiner nächtlicher Bummel über einen Campingplatz reicht, um alle Varianten zu finden. Jeder Mensch interpretiert den Begriff Sicherheit für sich individuell.

Die Angst der Besatzung bestimmt den Umfang von Sicherheitsmaßnahmen

Ausgehend von dem Sicherheitsbedürftnis der Bewohner ergeben sich die nötigen Zusatzmaßnahmen. Im Umkehrschluss beinhaltet diese Aussage auch, dass es keine unsinnigen Sicherheitsvorkehrungen gibt.

Alles, was den Reisenden zu einer angstfreien Reise verhilft, ist sinnvoll. So ist es zum Beispiel zweifelhaft, ob jemals eine Wohnmobilbesatzung mit Narkosegas betäubt wurde. Wer sich dennoch vor einem solchen Angriff fürchtet, sollte auf jeden Fall einen Gaswarner für Narkosegas installieren, um jmit einem guten Gefühl ins Bett zu gehen.

Ebenso ist eine aufwendige Alarmanlage mit Wegfahrsperre sinnvoll, wenn die Besatzung bei jedem Stadtbummel einen Diebstahl des Fahrzeugs befürchtet.

Fazit

Es geht bei der Aufrüstung der Sicherheitstechnik im Wohnmobil nur darum, angstfrei reisen zu können. Wenn im Hinterkopf immer der Gedanke an einem Einbruch oder einem Fahrzeugdiebstahl mitfährt, macht Urlaub keinen rechten Spaß.

Dann gilt es, in die Kataloge zu schauen und die sicher vorhandenen Schwachpunkte des eigenen Mobils zu verbessern. Nach erfolgtem Einbau schläft der Wohnmobilst gleich viel besser.

Ergänzung:

Natürlich haben auch wir das Bedürfnis nach Sicherheit. Ein Einbruch vor unserer Haustür veränderte unser Sicherheitsgefühl. So würde der damalige Einbrecher nicht mehr in das Fahrzeug gelangen, da wir einige Schlösser zusätzlich installiert haben.

Nachts benötigen wir verschlossene Türen, um gut schlafen zu können. Allerdings befürchten wir keinen Gasangriff und haben daher keine Gaswarner an Bord.

Viel zu unserem Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit trägt unser vierbeiniger Wachmann Sam bei, der für die Aussensicherung zuständig ist. Nur wenn ihn ausnahmsweise mal die Müdigkeit übermannt, fehtl die Überwachung der Umgebung.

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