Einsteigen, Starten und die Reise war zu Ende

Wieder einmal wurde ich ein Opfer der Technik, oder sollte ich besser schreiben, ein Opfer meiner Nachlässigkeit. Das Wohnmobil verweigerte die Abfahrt und der Kurzausflug fiel ins Wasser.

Der Startabbruch

Eine kleine Wochendtour war geplant. Unser Kastenwagen stand gepackt vor der Tür, der Countdown lief. Frau und Hund stiegen ein, endlich konnte es los gehen. Noch schnell die Spiegel ausklappen. Aber was war das? Nur mühsam schaffte es der Motor, das Seitenfenster zu öffnen. Leicht beunruhigt wollte ich das Fahrzeug starten. Nichts regte sich, nur einige Kontrolleuchten flackerten.

Der Startabbruch erfolgte schnell, Frau, leicht sauer, und Hund, verständnislos blickend, begaben sich zurück in das Haus. Ein schneller Blick auf die Bordkontrolle ergab eine leere Starterbatterie, während die Wohnraumbatterie noch gut gefüllt war. Sollte die Fahrzeugbatterie schon innerhalb von zwei Jahren das Lebensende erreicht haben?

Schnell hing der Pössl am Landstrom. um die Batterie mit dem eingebauten Ctek-Ladegerät wieder zum Leben zu erwecken. Zum Glück hatte ich Für diesen Einsatzzweck beim Einbau des Zusatzladegerätes eine manuelle Umsteckmöglichkeit vorgesehen.

Die Ursache: Schlamperei

Beim Betreten des Fahrerhauses wich die Farbe aus meinem Gesicht. Das Radio war eingeschaltet! Wie hatte ich dies geschafft? Bevor ich mich weiter um die Batterie kümmerte, überlegte ich, was passiert war.

Die Ursache war ganz einfach. Zum Einparken vor dem Haus nutze ich regelmäßig die Rückfahrkamera. Die Stromversorgung der Kamera ist bewußt so geschaltet, dass die Kamera nur bei eingeschalteter Zündung arbeitet. Nach dem Abstellen des Motors erscheint nur ein dunkler Bildschirm auf dem Radio mit einem kleinen Hinweis auf die fehlende Videoquelle. Diese Anzeige übersah ich beim Verlassen des Wohnmobils. So blieb die Musikanlage weiter in Betrieb.

Noch am Abend behob ich die eigentliche Ursache des Fehlers. Beim Umbau der Stromversorgung unseres Pössl fehlten mir die erforderlichen Stecker zum Anschluss der Radioversorgung an den Elekroblock. Das Kabel kam an seinen Platz, den Anschluss vertagte ich auf später. Irgendwie verschwand die kleine Bastelei aus meinen Augen. Das Kabel lag immer noch tot im Fahrzeug, die beschafften Stecker verzierten seit Wochen die Ablage auf dem Armaturenbrett.

Zum Glück hatte die Panne keine weiteren Auswirkungen. Die Batterie nahm mir die starke Entladung nicht übel und verrichtet nach einer Nacht am Ladegerät weiter anstandslos ihren Dienst. Meine Frau und der Hund schimpften nur kurz mit mir und die Kurzreise fand eine Woche später bei bestem Wetter statt.

Fazit: Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen!

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