Bad Harzburg, Baumwipfelpfad und Seilbahn im Harz

Bad Harzburg gehört zu den traditionellen Kurorten im Harz. Eine Besonderheit ist die nördlichste Großkabinenseilbahn Deutschlands. Neu hinzugekommen ist ein Baumwipfelpfad, der zum Spaziergang in den Baumkronen einlädt.

Bei diesem Reisetipp muss ich aufpassen, da ich einige Zeit meines Lebens in der Kurstadt am Harzrand verbracht habe. Im Sommer besuchte ich die Stadt einmal als Tourist und erhielt neue Eindrücke, die ich in diesem Reisetipp weitergeben möchte. Ich verspreche, trotz meiner Vergangenheit möglichst unvoreingenommen über die Stadt zu schreiben.

Der Baumwipfelpfad

Ganz neu fertiggestestellt ist der Baumwipfelpfad in einem Tal an der Bergbahn. Bevor man den Pfad erklimmen kann, gilt es einen kleinen Intelligenztest zu bestehen. Der Pfad ist gut ausgeschildert und leicht zu finden. Leider gibt es am Eingang keine Kasse. Diese befindet sich an der Talstation der Bergbahn, ca 250m vom Eingang entfernt. Nur wer die Schilder genau beachtet, erkennt diese kleine Falle und erspart sich einen Umweg.

Auf die ca. 20m hohe Stahlkonstruktion gelangt der Besucher über ein spiralförmig angelegtes Aufstiegsbauwerk. So ist der Aufstieg auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl möglich. Oben angekommen gibt es einen kleinen Test auf Höhentauglichkeit. Eine gläserne Plattform führt in luftiger Höhe über die Bäume.

Der eigenliche Pfad ist ca. 900m lang und führt auf Höhe der Baumkronen im Tal hinauf. Unterwegs gibt es erklärende Tafeln zu den Bäumen und Geschichten aus dem Harz. Kurz vor dem Ende befindet sich ein kleiner Imbiss mit Eis- und Kaffeeverkauf.

Für mich war es sehr interessant, einnal auf Höhe der Wipfel entlang zu schlendern. Es bieten sich völlig neue Eindrücke vom Wald. Wie die meisten Besucher blieb auch ich oft stehen und schaute mit die Kronen und die umgebende Landschaft an.

Auf dem Berg gibt es wenige Reste der alten Festungsanlage zu sehen. Neben der schönen Aussicht auf das Harzvorland wartet ein Gasthaus auf die Besucher. Gleichzeitig ist der Berg ein guter Ausgangspunkt für weiterführende Wanderungen in die Umgebung.

Die Innenstadt von Bad Harzburg

Wer mit ofenen Augen von der Seilbahn durch die Bummelallee in Richtung Stadtmitte geht, findet noch viele Gebäude aus der großen Zeit der Stadt als bekannter Kurort. Leider trifft man ebenfalls auf Bausünden der jüngeren Vergangenheit. Die allgegenwärtigen Kastanienbäume, ein Wahrzeichen der Stadt, bestimmen das Bild.

Am Ziel, in der Stadtmitte trifft man auf den Jungbrunnen mit seinen drastischen Figuren. Das Kunstwerk entstand im Jahre als eine Spende einiger Bürger an die Stadt.

Eine eher negative Sehenswürdigkeit beginnt gleich am Brunnen. Nach meiner Einschätzung verfügt Bad Harzburg über die meistbefahrene Spielstrasse Deutschlands. Die Verkehrsregelung entstand als Kompromiss, da die geplante Verlängerung der Fußgängerzone nicht gut bei den Ladenbesitzern und den Bürgern ankam. Wichtig für Besucher ist es, beim Parken die Regeln für verkehrsberuhigte Bereiche zu beachten. Ganz nebenbei: Es gibt dort gutes Eis!

Fazit

Bad Harzburg ist einen Stopp wert. Auch wenn die breite Bundesstrasse B4, zur schnellen Durchfahrt einlädt, empfehle ich einen Besuch der Stadt. Insbesondere die Einrichtungen im Kurzentrum, zusätzlich zu Seilbahn und Baumwipfelpfad gibt es noch einen Märchwald, ein Klettergarten und das Solehallenbad, laden die Besucher ein. Zusätzlich finden Wanderer eine Vielzahl von ausgeschilderten Wanderwegen.

Für uns Wohnmobilreisende steht ein großer Stellplatz zur Verfügung. Mittlerweile können im Sommer bis zu 80 Fahrzeuge einen Platz finden.