E-Scooter, Roller oder E-Bike, welches Fahrzeug für den Kastenwagen?

Egal ob Roller, Motorrad oder E-Bike, fast alle Wohnmobilbesatzungen führen ein zweites Fortbewegungsmittel im Wohnmobil mit. Auch  für uns Kastenwagenfahrer stellt sich die Frage nach einem kleinen Fahrzeug am Urlaubsort. 

Wie Stammleser wissen, gehörten bisher unsere Räder zur unverzichtbaren Ausrüstung unseres Kastenwagens. Leider spielte in der letzten Zeit die Gesundheit nicht mit und die Räder blieben immer öfter ungenutzt auf dem Träger.  Eine andere Lösung muß her, da wir auf die kleinen Touren vor Ort nicht verzichten wollen.

Ein Roller oder ein Motorrad schied schnell aus, Wir konnten uns nicht an den Gedanken gewöhnen, uns auf ein möglichst leichtes Zweirad zu quetschen, um die nähere Umgebung zu erkunden. Weiterhin schreckten uns die Anschaffungskosten und die erforderlichen Umbauten am Fahrzeug ab.

Die in Wohnmobilkreisen weit verbreitete Lösung mit E-Bikes schied aus orthopädischen Gründen aus. Unsere Knie müssen zur Zeit geschont werden. 

Ein Elektroscooter, die Lösung?

Nach einigen Überlegungen stießen wir auf Elektroscooter, die in verschiedenen Ausführungen angeboten werden. Die Roller werden meist in China hergestellt und über deutsche Importeure vertrieben.

Leider hinkt das Verkehrsrecht dem Angebot hinterher. Die meisten E-Scooter dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden, da sie nicht der StVZO entsprechen. Es gibt zwar Bestrebungen, den Betrieb dieser  kleinen elektrischen Flitzer zu liberalisieren, jedoch ist ein Ende nicht absehbar.

Aus meiner Sicht ist hier eine Anpassung erforderlich. Während ungeprüfte E-Bikes führerscheinfrei mit 25km/h gefahren werden dürfen, ist dies mit einem E-Scooter unzulässig. Ein Scooter benötigt eine europäische Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen. Der Fahrer muss im Besitz eines entsprechenden Führerscheins sein. Bereits das Fahren mit einem Hoverboard wird als Straftat (Fahrzeug ohne Versicherung) verfolgt. Besonders Jugendliche bekommen so schnell sehr unliebsamen Kontakt mit der Staatsmacht. Hier scheint mir eine Anpassung der Gesetze erforderlich. 

Für uns stand schnell fest, dass nur ein zugelassenes Fahrzeug in Frage kommt. Wir möchten insbesondere im Ausland Diskussionen mit der Ordnungsmacht verhindern.

So  blieben für uns nur wenige E-Scooter übrig, Schnell wurde uns klar, dass für uns ein Fahrzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25km/h für unsere Anforderungen ausreicht. 

Eine gute Übersicht über das Angebot erhielten wir auf den Seiten der Scooterhelden aus Berlin.  Leider schreckt die gewöhnungsbedürftige Machart der Scooterhelden-Videos manchen älteren Besucher ab. Dennoch ist es lohnenswert, sich einige Scooter im Video anzusehen. Uns halfen die Videos beim Einstieg in das für uns neue Thema.

Weitere Fahrzeugangebote  gibt es im großen Fluss (Amazon) zu sehen. Dabei gilt es die Augen offen zu halten. Manche Scooter tauchen unter anderem Namen immer wieder auf. In den beworbenen Billigversionen kommen oft einfache Blei-Gelakkus zum Einsatz, die für Fahrzeugzwecke nur bedingt geeignet sind.

Die Entscheidung

Durch unsere Vorgabe, nur ein Model mit Strassenzulassung zu erwerben, reduzierte sich das Angebot sehr deutlich.  Die Höchstgeschwindigkeit und die Reichweite mit einer Akkuladung waren weitere Auswahlkriterien. Schnell standen unsere drei „Favoriten“ fest. In unsere Endauswahl kamen der Hammer k1 von Horwin, der SXT500 und der Maxx Sport by Scuddy. 

Letztlich entschieden wir uns, erst einmal einen MAXX Sport by Scuddy – Scooter zum Testen zu bestellen.   Zwei junge deutsche Unternehmer konstruierten das erst neu auf den Markt gekommene Dreirad,  die Montage erfolgt im fernen Osten.  Die Vorstellung in mehreren Fernsehsendungen erhöhte die Bekanntheit des Scooters erheblich. Eine große Version wird analog des Segways für Touristentouren in Städten eingesetzt.

Dank der Maße im zusammengeklapptem Zustand , ca 100cm x 50cm x 30 cm, passt der Maxx Sport gut in unseren Wohnmobilkeller.   Das Gewicht von ca. 25kg trägt nur unwesentlich zur Beladung bei. Notfalls darf der Roller sogar auf dem Fahrradträger mitreisen.

Soweit unsere Überlegungen zum Thema. Mittlerweile läuft der Praxistest des Maxx Sport Scooters. Sobald wir mehr mit dem Dreirad unterwegs waren, werde ich unsere Erfahrungen hier zusammenfassen. Schließlich müssen wir uns entscheiden, ob wir das Geld für ein zweites Fahrzeug in die Hand nehmen.

Zum Schluss wieder die übliche Bemerkung: Dieser Artikel ist nicht gesponsert. Ich habe keinerlei Vorteil von der Veröffentlichung. Den Scooter habe ich selbst zu den üblichen Preisen gekauft.

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