Kroatien mit dem Wohnmobil – ein Reisebericht

Diesmal wählten wir Kroatien als Ziel für unsere Herbsttour aus.  Vor über 30Jahren verbrachten wir mehrmals schöne Urlaube im damaligen Jugoslawien. Jetzt wollten wir einige Orte unserer Jugend mit dem Komfort unseres Wohnmobils erneut besuchen. Besonders interessierte es uns, wie sich das Land nach dem Krieg bis heute bis heute entwickelt hat.

Die Anreise nach Kroatien

Wie immer erfolgte unser Start am Abend. Wir kamen bis kurz vor Salzburg. Um nicht an der Autobahn schlafen zu müssen, wählten wir den Stellplatz an der Hochfellnbahn für unsere Übernachtung.

Abweichend von den Angaben der Promobilapp kostete die Übernachtung 4€. Dafür verbrachten wir eine sehr ruhige Nacht. Allerdings begann der nächste Tag gleich mit viel Lärm und Hektik. Kurz vor 7:00Uhr klingelte unser Wecker. Fast gleichzeitig bellte unser Hund heftig. Kurz darauf klopfte die Parkschein-Kontrolleurin heftig an die Wohnmobiltür, da ich vergessen hatte, den Parkschein sichtbar zu befestigen. Muß das um 7:00Uhr in der Früh sein?

Nach diesem Schreck in der Morgenstunde frühstückten wir in Ruhe und erkundeten die Gassimöglichkeiten des Platzes. Beim Start verwirrte uns unser Navi mit merkwürdigen Rutenvorschlägen. Erst durch die Verkehrsnachrichten  begriffen wir, dass auf den restlichen paar Kilometern der A8 ein großer Stau (Ölspur) und eine Vollsperrung (LKW-Unfall) unseren Weg versperrten. Natürlich erwiesen sich die Umleitungsstrecken dem Verkehrsaufkommen nicht gewachsen. So stauten wir uns langsam aber sicher nach Salzburg. Weiter ging es durch Tauern- und Katschbergtunnel Richtung Süden.

Durch Slowenien nach Kroatien

Eine kleine Diskussion gab es an der Autobahntankstelle. Die Verkäuferin wollte mir trotz meiner klaren Bestellung keine Vignette der Klasse 2b für Slowenien verkaufen, da die Dame fest überzeugt war, dass 2a ausreichen würde. Erst nach gemeinsamen Lesen der Bedingungen klappte es und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. (mehr dazu im Artikel „Kroatien – unsere Erfahrungen und Tipps“ der in Kürze folgt.)

Durch den Karawankentunnel erreichten wir Slowenien. Auf guten Straßen kamen wir gut voran. Selbst das Stückchen Landstraße brachten wir gut hinter uns. Sehr erstaunt waren wir über die Autobahn bis Rijeka und weiter durch die Stadt. Die abenteuerliche Streckenführung über gigantische Brücken am Berghang erinnerte mich an eine Achterbahn im Legoland. Damals, vor 30 Jahren, begann das Abenteuer Jugoslawien-Urlaub meist mit dem Stadtverkehr von Rijeka.

In Selce, einem kleinen Ort in der Nähe von Crikvenica beendeten wir die Anreise. Der Tag war lang genug, uns reichte das Fahren. Auf dem dortigen Campingplatz fanden wir nach einigem Suchen einen halbwegs geraden Platz auf dem abschüssigem Gelände. Am Abend, beim ersten Sßpaziergang am Meer, erkannte ich die Badebucht und ein Gebäude wieder. Mittlerweile bin ich sicher, schon einmal vor vielen Jahren auf dem Platz gewesen zu sein.

 

 

Der Abend endete mit deutschem Bier und Musik vom Ipod im Mobil, denn der Wind blies stark von den Bergen herab und verhinderte einen längeren Aufenthalt im Freien. Später, in der Nacht, wurden wir mehrfach wach, da Windböen das Wohnmobil durchschaukelten.

Selce: Eine Radtour und ein Missgeschick

Der zweite Tag begann wie immer mit der Hundegasse und den Frühstück. Anschließend verbrachten wir einen sehr faulen Vormittag. Nur eine kleine Fahrradreparatur und ein Spaziergang an den Strand unterbrach das Nichtstun. Von diesem Stress erholten wir uns bei einem kleinen Mittagsschläfchen, bevor wir uns mit den Rädern auf den Weg in Richtung Crkvenica machten. Leider verhinderte der starke Wind das geplante Bad im Meer.Unser vierbeiniger Hilfsmotor schlug sich wacker und begleitete uns auf der Fahrt. Wir bummelten durch den kleinen Ort und bewunderten die Brücke der Küstenstraße von unten. Auf einem Platz am Meer trug ein kroatischer Chor seine Lieder vor. Wir brauchten etwas länger, bis wir erkannten, dass wir „Die kleine Kneipe“  in einer kroatischen Version hörten.

 

 

Am Ende der Radtour, direkt bei der Ankunft am Wohnmobil, passierten zwei Pannen. Zuerst stürzte meine Frau beim Absteigen vom Rad heftig. Zum Glück blieb es bei einigen Hautabschürfungen. Sofort im Anschluss nutzte unser Hund eine Unaufmerksamkeit, um einige schnelle Platzrunden im Laufschritt zu drehen. Wieder hatten wir Glück , die Autofahrer erkannten die Gefahr und unser Hund landete wohlbehalten wieder bei uns. Der junge Kerl, typisch Teenager, liebt es, schnelle Runden ohne Leine zu laufen. Nur ist ein großer Camingplatz der falsche Ort für diese Übungen.

Leider begann der Wind wieder zu blasen. So mussten wir wieder auf einen Abend im Freien verzichten. Dafür nutzte ich die Zeit, an diesem Bericht zu arbeiten und meine Frau beschäftigte sich mit der Aufklärung von Kriminalfällen in Venedig.

Die Küstenstrasse, eine ganz besondere Strecke

Nach einer ruhigen Nacht erwachten wir an einem windstillem Morgen. Leider erwiesen sich die Sturzverletzungen meiner Frau schwerwiegender wie zuerst angenommen. Das Knie bereitete beim Gehen große Probleme. Wir beschlossen, den Tag zum Fahren zu nutzen, damit das Knie geschont werden konnte.

Wir verließen den Campingplatz und fuhren die bekannte Küstenstraße in Richtung Süden. Wie schon vor 30 Jahren faszinierte uns die  spektakuläre Straßenführung durch die karge und steinreiche Landschaft. Im Vergleich zu meinen früheren Reisen fehlten nur der schlechte Belag und die Fahrzeugwracks neben der Piste. Wir genossen die langsame, kurvenreiche Fahrt. Für Eilige ist die Strecke nach wie vor nicht empfehlenswert.

 

 

Unterbrochen von einem Einkaufsstop und einer Mittagspause gelangten wir bis in den Nationalparkort Starigrad Paklenica. Während meine Frau das Knie weiter pflegte und regelmäßig mit Eisbeuteln kühlte, erkundete ich den Ort kurz mit dem Fahrrad.

Mittlerweile beschäftigten wir uns mit dem Abbruch der Reise, da meine Frau kaum laufen konnte. Wir beschlossen, einen weiteren Ruhetag einzulegen und dann neu zu entscheiden.

 

Starigrad Paklenica: Pflege der Verletzung

So begann der nächste Morgen langsam. Meiner Frau ging es etwas besser. Während ich auf der Hundegasse unterwegs war, schaffte meine Frau es schon bis in den kleinen Laden am Campingplatz, um frisches Brot zu kaufen. Sonst geschah am Vormittag nichts Berichtenswertes, denn das schon lange geplante Aufräumen unseres Wohnmobilkellers verlief unspektakulär.

Am Nachmittag unternahmen wir einen kleinen Spaziergang  immer am Meer entlang, um das Knie zu testen. Am Ende der Tour waren wir weiter gelaufen wie geplant und das Knie hielt. Zur Belohnung kamen wieder die Eisbeutel zu Einsatz. Am Abend beschlossen wir, den Urlaub ohne große Wanderungen fortzusetzen.

So änderten wir unsere Route. Am nächsten Tag war die historisch bedeutsame Stadt Trogir unser Ziel. Wir entschieden uns für die längere Route über die Küstenstraße, vorbei an Zadar und Sibenik. Am Ziel hatten wir Glück und erwischten einen der letzten akzeptablen  Plätze auf dem leicht chaotischen Campingplatz Rozac.

Der Hauptvorteil des Platzes auf der Insel Ciovo ist es, dass man Trogir zu Fuß erreichen kann. Wir wählten den ausgeschilderten Fußweg, der allerdings die Überwindung eines Bergrückens erforderte. Insbesondere auf dem Abstieg kamen wir nur langsam voran, um das geschundene Knie nicht zu überfordern.

Trogir, eine schöne Altstadt

In Trogir bummelten wir am Wasser entlang und durch die engen Gassen der sehenswerten Altstadt.Zun unserem Leidwesen beschäftigte sich unser Hund immer wieder mit der Taubenjagd. Da wir am Spätnachmittag unterwegs waren, hielten sich die Besucherströme in noch in Grenzen. Sobald man eine der Hauptgassen verlies, konnte man gut bummeln und schauen. Dennoch fanden wir die Altstadt zu sehr vom Tourismus geprägt.

Gegen Ende unseres Besuchs nerven mich die Kellner und Kellnerinnen. Vor jedem Lokal stand ein Mitarbeiter und sprach die vorbeigehenden Besucher an. Diese massive Art der Gästewerbung kannten wir ich bisher noch nicht.

 

 

Für den Rückweg wählten wir ein Linienschiff, dass uns wieder auf die Insel Ciovo bis fast bis zum Campingplatz brachte. So sparten wir den Fußweg über den Berg und Sam, unser vierbeiniger Taubenjäger erlebte aufgeregt seine erste Fahrt auf dem Wasser. Sofort setzte er seinen Charme ein und unterhielt alle Fahrgäste.

 

 

Verkehrschaos in Trogir

Da der Campingplatz in Trogir uns nicht gefiel, machten wir uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg. Leider endete unsere Fahrt bereits nach wenigen Metern, denn wir standen im Stau. Die kleine, enge Inselstraße war total überlastet.

Insbesondere wenn sich breitere Fahrzeuge begegneten, waren Augenmaß und Fahrkönnen gefordert. Die Straße war zeitweilig völlig blockiert, wenn sich z.B ein Linienbus und ein Wohnmobil begegneten. Bei einigen Wohnmobilbesatzungen lief die Frau zu Fuß mit, um den Fahrer an den Engstellen einzuweisen. So brauchten wir für 500m Strecke eine volle Stunde. Ein solches Chaos, einfach durch eine Ampel zu beheben, habe ich bisher noch nicht erlebt. Leid tat mir nur das junge Paar in einem klar erkennbaren Mietmobil, die uns entgegen kamen. Die Beiden wirkten dermaßen gestresst und ängstlich, dass ich gleich noch dichter an die Hauswand an meiner rechten Seite fuhr.

Irgendwann lag die Insel hinter uns. Allerdings stoppten wir bald wieder, um in einem Supermarkt unseren Kühlschrank wieder aufzufüllen. Das Angebot an Spezialitäten war riesig, es gab Thüringer Bratwurst und Obazter, bayerisches Bier und Kalifornischen Wein. Nochmal gehen wir in Kroatien nicht in einen Lidl!

Nach diesem spannendem Einkauf fuhren wir Richtung Norden. Auf dem Campingplatz Adriatic verbrachten wir den Rest des Tages. Leider frischte der Wind stark auf und der Himmel bezog sich. So fiel das geplante Bad im Meer aus.

Primosten: Beste Aussichten auf dem Friedhof

Der nächste Reisetag führte uns nach Primosten. Bei einer kurzen Testfahrt erwies sich die Straße vom Campingplatz zum Ort nicht für einen Fahrradausflug mit Hund geeignet. Die viel befahrene Küstenstraße wollten wir Sam nicht zumuten. So brachte uns das Wohnmobil schnell auf den Parkplatz vor der auf einer Insel liegenden Altstadt.

Wir bummelten durch die engen Gassen und bestaunten die uneinheitliche Bauweise der Häuser. Von verfallenen alten Gebäuden über unschöne Betonquaderbauweise bis zum schön restauriertem Altbau gab es viel zu bestaunen. Uns gefiel Primosten gut. Obwohl Trogir sicherlich bedeutender und spektakulärer ist, fanden wir Primosten typischer und ruhiger.

Den schönsten Blick auf die Küstenlandschaft und das Meer findet man auf dem Friedhof der Gemeinde. So gehört der Friedhofsbesuch zum Pflichtprogramm in Primosten. Nach einem Eis an der Strandpromenade begaben wir uns auf die Rückfahrt zum Campingplatz. Das blaue Meer erwartete bereits unseren Besuch, nachdem der Wind sich etwas gelegt hatte.

 

Am Abend zeigte sich, dass die bisher kühlen Nächte vorbei waren. Das Thermometer zeigte um 23:00Uhr noch 22Grad an. Im Wohnmobil blieb es die ganze Nacht warm, obwohl wir reichlich lüfteten.

Da uns der Platz gut gefiel, beschlossen wir am Morgen des nächsten Tages, noch zu bleiben und Tagesausflüge zu unternehmen. Dabei stand natürlich der Nationalpark Krka ganz oben auf unserer Liste. Für mich gehören die Wasserfälle Skradinski Buk schon seit langem zu  einem der schönsten Orte, die ich auf Reisen kennenlernen durfte. (nachzulesen in: Kroatien vor 30 Jahren, ein Rückblick)

Besuch des Krka-Nationalparkes

Die Anfahrt nutzen wir noch, um unseren Kühlschrank neu zu befüllen. Wieder landeten wir bei einem Lidl, da es der erste Supermarkt an der Strecke war. Anschließend erhielt das Wohnmobil noch neuen Diesel, um uns weiterhin tapfer durch Kroatien zu fahren.

Nach diesen Unterbrechungen ging es endlich zum Nationalpark. Auf dem großen kostenlosen Parkplatz bei Lozovag am Eingang zum Nationalpark gab es freie Parkplätze genug, jedoch keinen Schatten. So stand das Wohnmobil in der Sonne und konnte sich während unserer Abwesenheit gut aufheizen.

Da wir mit Hund den kostenlosen Bustransfer zum Nationalpark nicht nutzen durften, mussten wir die 800m vom Parkplatz bis zum Parkeingang zu Fuß bewältigen. Diese Regelung kannten wir schon aus dem Reiseführer. Leider stand dort nicht, dass auf diesem sehr steinigen Weg ein Höhenunterschied von geschätzt 150m zu überwinden ist.

Im Nationalpark führten uns Holzstege über den Oberlauf der Krka, kurz bevor sich die Wassermassen die Kaskaden hinunterstürzen. So erlebten wir die Gegensätze zwischen dem kargen Umland und dem grünen Tal der Krka. Von einem Aussichtspunkt konnten wir gut unsere vor über 30 Jahren genutzten Badestellen erkennen, bevor der Abstieg zum Fuß der Fälle begann.

Unten angekommen bot sich uns das bekannte Bild der Wasserfälle. Wir stärkten uns an einer der Verkaufsstände und sammelten im Schatten Kraft für die weitere Besichtigung. Da des mittlerweile bereits Nachmittag war, lies der Besucheransturm bereits merklich nach. So konnten wir ohne Drängelei und Geschiebe über die Brücke mit dem besten Blick auf die Wasserfälle bummeln und den Anblick genießen.

Wir folgten weiter dem Rundweg und gelangten entlang der tosenden Wassermassen zurück zum Eingang. Während der Großteil der Besucher wieder bequem mit dem Bus zum Parkplatz zurück gelangte, begann für uns der schweißtreibende Anstieg. Mit mehreren Verschnaufpausen schafften wir auch diesen Weg und erreichten wohlbehalten unser Wohnmobil.

Kroatien, Krka Nationalpark

 

Vor der Rückfahrt erfolgte erst einmal das große Lüften, denn das Innenthermometer zeigte  41Grad an. Wieder zurück auf dem Campingplatz sorgte unsere Rückkehr für eine große Enttäuschung. Neue Nachbarn hatten den Platz hinter uns belegt und genossen den Ausblick. Allerdings endete das Vergnügen, sobald wir wieder auf unserer Parzelle eingeparkt hatten. Während unserer Abwesenheit war klar durch Tisch, Stühle, Keile und Kabeltrommel klar erkennbar, dass dort ein Fahrzeug hinkommen wird. Insgesamt beobachteten wir auf dem Platz viele spannende Stellplatzsuchen bis hin zum Ehekrach. Aber das ist ein anderes Thema.

Wir erholten uns von der kleinen Wanderung bei einem Bad im Meer und verbrachten einen ruhigen Abend auf unserer Terrasse mit Meerblick. Wie bereits so oft auf unserer Tour änderten wir wieder die Planung. Wir beschlossen, auf einen Besuch in Plitvice zu verzichten, um das schöne Wetter und das Bad im Meer noch einen Tag länger geniessen zu können.

Eine Fahrt entlang der Krka ins Hinterland

So verbrachten wir einen weiteren faulen Vormittag auf dem Campingplatz. Später packte uns die Entdeckerlust und wir machten uns auf den Weg zu den oberen Wasserfällen im Laufe der Krka. Schon die Fahrt durch das karge und schwach besiedelte Hinterland lohnte die Fahrt. Die Landschaft beeindruckte uns. Es gab steile Berghänge und zugewucherte Steinwüsten, die Macchia.

In den Orten sahen wir immer wieder verfallene oder leer stehende Anwesen. Selbst von Unkraut zugewucherte Rohbauten fanden wir öfters. Im Gegensatz dazu gab es auch sehr schöne und gepflegte Anwesen. Die Ruinen von Industriegebäuden, anscheinend noch Folgen des Krieges, unterstützten den zeitweise sehr tristen Eindruck.

Am Manojlovac Wasserfall gerieten wir in eine Wohnmobilfalle. Ich gehe davon aus, dass es jedem Wohnmobilfahrer schon passiert ist. Ein kleiner Weg beginnt ganz gut und wird immer enger. Die Zufahrt zum Parkplatz war auf jeden Fall kurz vor dem Ende auf dem Parkplatz zu schmal für unser Wohnmobil. Unsere erst nach dem Englandurlaub erneuerte Begrenzungsleuchte blieb erneut der Strecke. Mein Tipp für alle Nachahmer: Nicht in den Weg hinein fahren, sondern direkt am Hinweisschild parken, der Fußweg verlängert sich nur um wenige Meter!

Dennoch lohnte sich der Blick auf den Wasserfall mit der größten Fallhöhe im Krka-Nationalpark. Von dem weit oberhalb liegenden Aussichtspunkt ist der Wasserfall gut zu sehen.

 

 

Weiter ging unsere Fahrt Richtung Roski Slap. Bei der Routenwahl begangen wir den schweren Fehler, uns von Norden den Fällen anzunähern, denn die Brücke über die Krka ist nur 2,20m breit und Parkraum für unser Mobil gab es auf der Nordseite nicht. So blieben diese Wasserfälle von uns unbesichtigt. Schade, denn Roski Slap erreichte ich auch vor 30Jahren nicht, denn auf der Anfahrt gab es den im Rückblick geschilderten Autounfall.

Wir fuhren nach Skradin und bummelten durch die Gassen des mittlerweile vom Tourismus geprägten Ortes. Ein Vergleich mit dem kleinen Dorf, dass wir von früher kannten, war nicht möglich. Nur den Beginn des Weges zu den Wasserfällen Skradinski Buk erkannten wir wieder. Natürlich gab es beim Stadtbummel wieder ein kleines Eis zwischendurch und frisches Wasser für den Hund.

 

 

Pünktlich, wir schafften es gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit einige Züge zu schwimmen, erreichten wir wieder den Campingplatz.

Die Rückfahrt

Nach einer sehr warmen Nacht, begann  unsere Rückreise. Um schneller voran zu kommen, nutzten wir diesmal die kroatische Autobahn, die bis Zadar im Hinterland parallel zur Küste entlang führt. Die Streckenführung verläuft durch die endlosen Macchta Flächen. So zog sich dieser Streckenabschnitt in die Länge.

Interessanter war der Aufstieg der Autobahn über die Ausläufer des Velebitgebirges.. Die gewählte Streckenführung an den Berghängen entlang empfanden wir spektakulär. An einem Rastplatz legten wir eine kurze Pause ein, um einen letzten Blick auf das Meer zu werfen, bevor es weiter Richtung Zagreb ging.

Kurz vor Zagreb sorgte unser Navigationsprogramm  für Unterhaltung. Ich bemerkte, dass die angezeigte Route von meinen Vorstellungen abwich. Das Programm ließ sich nicht überreden, uns von Zagreb nach Maribor zu führen, immer errechnete einen Umweg über Ljubijana. Natürlich fanden wir den Weg auch ohne elektronische Hilfe. Erst nach Überschreitung der slowenischen Grenze funktionierte die Routenplanung wieder.

Der Flüchtlingsstrom führt zu Kontrollen

An den Grenzen (Kroatien – Slovenien und Slovenien – Österreich erlebten wir die durch die Flüchtlingsthematik bedingten Kontrollen. Zu nennenswerten Verzögerungen führte es nicht. Als der Österreichische Polizist fragte, ob sich noch weitere Personen im Fahrzeug befinden, bellte unser Hund pflichtgemäß. Alle fingen an zu lachen und die Kontrolle war erledigt.

Wir hatten keine Lust mehr zum Fahren und wählten den Campingplatz in Leibnitz (Steiermark) für die Übernachtung. Nach der schweißtreibenden Fahrt, die Temperaturen betrugen über 30Grad, lüfteten wir unser Fahrzeug und genossen die abendliche Abkühlung, die wir in Kroatien mehrfach vermisst hatten. Nach einem längeren Spaziergang mit dem Hund endete dieser Fahrtag.

Der Rest ist schnell erzählt, von Leibnitz über Graz und Passau ging es zurück nach Franken. Unser Kurzbesuch in Kroatien war vorbei. Für uns steht fest, dass wir Kroatien nochmals bereisen werden. Unsere Erinnerungen waren geprägt von toller Landschaft, Armut und teils grausamen Sanitäranlagen auf einfachen Campingplätzen.

Die eindrucksvollen Landschaften gibt es nach wie vor und das Meer ist genau so blau wie vor vielen Jahren. Stark verbessert hat sich die touristische Infrastruktur. Die Campingplätze verfügen über moderne Sanitäranlagen und bieten allen Komfort. Man merkt an der Küste, dass der Tourismus im Land eine große Rolle spielt.

Ein Kommentar zu “Kroatien mit dem Wohnmobil – ein Reisebericht

  1. Hallo, wenn sie mal nen tipp für weitere kroatien-trips brauchen, dann melden sie sich einfach. Wir haben so einige gegenden erleben dürfen und kennen uns ganz gut, auch mit restsurants etc., aus.

    Viele grüße,
    S. Arnold

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