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Antwerpen, ein lohnenswerter Umweg

Immer mal wieder suchen wir Zwischenziele, um An- und Abreise aufzulockern. Auf unserer Niederlande-Reise stießen wir auf Antwerpen. Die Stadt sagte uns nur wenig. Da die Webrecherche uns eine interessante Stadt versprach, planten wir auf unserer Rückreise einen Stopp in Belgien ein.

Vor dem Besuch: Die Umweltzone

Im Internet entdecktenwir, dass für das Befahren der Umweltzone Antwerpen eine Anmeldung nötig ist. Weil sich auch der Campingplatz in dieser Zone befindet, meldeten wir uns im Internet an. Dazu fotografierten wir die Kfz‑Zulassung und füllten Fragebögen aus. Erst am Schluss wurde uns mitgeteilt, dass die Bearbeitung ein bis zwei Tage dauern werde – nun hieß es abwarten

Wir hatten Glück. Schon am nächsten Tag kam die E‑Mail mit der Genehmigung. Wie wir auf dem Campingplatz erfuhren, können die Bußgelder bei nicht angemeldeter Einfahrt hoch ausfallen. Prüfen Sie daher vor der Fahrt nach Antwerpen, Brüssel oder Gent die Umweltzonen in Belgien.

Wissenswertes über Antwerpen
– Einwohnerzahl: 1,2 Millionen Einwohner
– Fläche: 205 qkm
– zweitgrößter Hafen in Europa nach Rotterdam
– weltweit bekannt für den Diamantenhandel
– im 15. und 16. Jahrhundert sehr bedeutend

Anreise mit dem Wasserbus

Für den Weg in die Stadt wählten wir den Wasserbus auf der Schelde. Da sich die Stadt am Ufer entlang zieht, bietet es sich an, den Fluss in den Nahverkehr einzubeziehen. Die nach Fahrplan verkehrenden Schiffe verbinden die Außenbezirke und den Hafen mit der Innenstadt. Leider sind die Wasserbusse nicht in das Tarifsystem der Stadt eingebunden. Für die Straßen- und U-Bahnen sind getrennte Fahrscheine erforderlich

Vom Campingplatz gelangten wir in ca 15 Minuten in die Innenstadt. Zum Grote Markt, dem Zentrum der Altstadt. waren es vom Anleger nur noch wenige Schritte. Das fast geschlossene Stadtbild überraschte uns. Wir bummelten durch die belebte Altstadt und schauten uns die historischen Bauten an.. Die Gebäude erinnern an die große Bedeutung der Stadt in früheren Jahrhunderten.

Vom Campingplatz waren wir in etwa 15 Minuten in der Innenstadt. Zum Grote Markt, dem Zentrum der Altstadt, waren es vom Anleger nur noch wenige Schritte. Das geschlossene Stadtbild überraschte uns – das hatten wir nicht erwartet. Wir bummelten durch die Altstadt und betrachteten die historischen Bauten. Die Gebäude machten uns die Bedeutung der Stadt in früheren Jahrhunderten deutlich.

Bilderserie: Antwerpen Zentrum (zum Vergrößern klicken)

Ab und an nervten uns Besuchergruppen, die im Schnellgang durch die Stadt geführt wurden. Die vier Flusskreuzfahrtschiffe hatten wir schon bei der Anreise am Ufer der Schelde liegen sehen.

Zwei Kathedralen, eine für die Christen und eine für die Eisenbahn

Die Kathedrale liegt ganz in der Nähe vom Grote Markt und ist nicht zu übersehen; ihr Turm prägt die Skyline der Stadt. Wir beschränkten uns auf einen Außenrundgang, denn unsere Regel, keinen Eintritt für Kirchen zu bezahlen, galt auch in Antwerpen.

Etwas weiter entfernt lag das einzige Gebäude, von dem wir schon vor unserer Reise gehört hatten: Eisenbahnfreunde bezeichnen den Bahnhof von Antwerpen ehrfürchtig als ‚Kathedrale der Eisenbahn‘. Schon der Eingang beeindruckte uns, doch das Innere überraschte noch mehr. Die Erbauer des Bahnhofs kannten offenbar den Begriff ‚Zweckbau‘ nicht. Die Empfangshalle könnte ebenso gut in einem Schloss oder Kloster stehen. Trotz der starken Frequentierung fiel die Sauberkeit auf.

Bilderserie: Der Bahnhof Antwerpen (zum Vergrößern klicken)

Diamantenläden und kein Kleingeld

Auf dem Rückweg kamen wir aus dem Staunen nicht heraus: Die Schaufenster waren voll mit Diamanten. Auf den Preisschildern standen meist Beträge im fünfstelligen Bereich. Erst später merkten wir, dass wir mitten im europäischen Zentrum des Diamantenhandels unterwegs gewesen waren. Da wir unsere Kreditkarten und unser Kleingeld vergessen hatten, blieb es nur beim Anschauen.

Fazit: Antwerpen ist einen Umweg wert

Antwerpen stand nie auf unserer Reiseliste – das war ein Fehler. Unser Kurzbesuch zeigte uns, dass sich ein Besuch lohnt. Es gibt noch viel mehr zu entdecken. Sofort fallen mir der Hafen und das Rubenshaus für weitere Unternehmungen ein. Wenn da nur diese Umweltzone nicht wäre…

Antwerpen, altes Hafengelände

Antwerpen: alter Hafen an der Schelde

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