Ein Einbruch, das kann uns nicht passieren

Wir reisten über 100.000km mit dem Wohnmobil. Und immer wieder lasen wir von Einbrüchen und Überfällen auf Mobile. Wir fühlten uns nie unsicher in unserer rollenden Behausung. Dann erwischte es uns.

Und es kam, wie es kommen musste, eines Morgens fehlte die Seitenscheibe der Fahrerhaustür. Und wo war es passiert? 20m von meinem Bett, direkt vor unserer Haustür. Ein netter Nachbar sagte uns Bescheid, da wir sonst den Einbruch vielleicht nicht gleich bemerkt hätten und wie immer zur Arbeit gefahren wären.

Zu unserem Glück stand gerade eine Innen-Großreinigung an und das Fahrzeug war fast ausgeräumt. Der Monitor für die Rückfahrkamera und das Radio fehlten. Alle weiteren Sachen, auch der Satelitenreceiver, standen am üblichen Platz. Leider handelte es sich um einen Wohnmobil unerfahrenen Dieb, der die Schränke mit einem Schraubenzieher aufhebelte. Die Abdrücke sieht man heute noch.

Das größere Problem folgte in Form der Spurensicherung. Zwei nette Beamte suchten Fingerabdrücke. Dazu pinselten Sie alle gerade gereinigten Schranktüren mit einem Grafitpulver ein. Es gab genug Abdrücke, aber leider nur meine und die meiner Frau. Die Beseitigung der Schweinerei durfte ich dann übernehmen. Einen Tag dauerte es, die Spuren der Spurensicherung zu beseitigen. Danach benötigten wir eine Nacht im Mobil, um uns wieder so richtig heimisch zu fühlen.

Was haben wir gelernt? Einbrüche gibt es überall auf der Welt, nicht nur auf Reisen. Wir haben weiterhin keine Angst vor Gasüberfällen und Einbrüchen. Nur noch etwas umsichtiger sind wir noch geworden.

Nachsatz:
Nach etwa 2 Monaten rief die Polizei aus München an und stellte detaillierte Fragen zu den entwendeten Sachen. Ja, man hatte zwei Personen bei einem Aufbruch ertappt und in der Wohnung unser Radio und unseren Monitor wiedergefunden. Allerdings nutzte dies uns wenig, da die Sachen so unfachmännisch ausgebaut waren, dass die Geräte nur noch Elektroschrott darstellten.

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