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Die Zeche Zollverein

Die Zeche Zollverein in Essen ist ein Beispiel für die industrielle Geschichte Deutschlands und wurde 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Sie gilt als eines der bedeutendsten Industriedenkmäler der Welt und ist gleichzeitig ein Symbol für den Strukturwandel im Ruhrgebiet.

Unser erster Besuch der Zeche liegt schon etwas zurück. Damals stand die Zeche im Mittelpunkt der „Kulturhauptstadt Ruhrgebiet“. Jetzt besuchten wir das weitläufige Gelände nochmals, diesmal ohne einen besonderen Anlass.

Die Geschichte der Zeche

Die Zeche Zollverein wurde 1847 gegründet und entwickelte sich schnell zu einer der größten Steinkohlenzechen Europas. Ihre Blütezeit erlebte sie im 20. Jahrhundert. Damals erfolgte die Kohleförderung mit modernster Technik und innovativen Verfahren.

Dennoch erfolgte 1986 die Schließung der Zeche, da der Kohleabbau in Deutschland dem Ende entgegen ging. Ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb war nicht mehr möglich. Da das Industriegelände als Denkmal erhalten werden sollte, wurde ein neuer Verwendungszweck gesucht.

Zeche Zollverein, das klassische Bild vom Eingang

Die bekannteste Ansicht, der Blick vom Eingang der Zeche Zollverein

Nach Kauf des großen Geländes durch das Land Nordrhein-Westfalen begann eine Phase des Umbaus. So entstanden zahlreiche kulturelle Einrichtungen und Museen. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte. Mittlerweile zieht die Zeche Zollverein Besucher aus aller Welt an.

Tipps für einen Besuch

Das bekannteste Museum ist das Ruhrmuseum in dem Gebäude der ehemaligen Kohlewäsche . Die Dauerausstellung beschäftigt sich umfassend mit der Geschichte und den Menschen des Ruhrgebietes. Ebenfalls interessant ist aus unserer Sicht das Red-Dot-Museum, dass sich mit dem Design von Gebrauchsgegenständen beschäftigt.

Zusätzlich erfährt der Besucher im Rahmen von thematischen Führungen viel über die Anlagen und die Arbeit auf der Zeche. Eine Übersicht über das gesamte Angebot bietet die sehr umfangreiche Webseite.

Bilder vom Gelände der Zeche Zollverein (zum Vergrößern klicken)

Wir entschieden uns für zwei geführte Touren aus dem reichhaltigen Angebot. Beide Male führten uns ehemalige Mitarbeiter sehr kompetent und engagiert durch das Gelände. Deutlich war zu spüren, dass die Führer persönlich mit der Zeche und deren Geschichte verbunden sind. Auf einer Rundfahrt mit einem Elektrobus erfuhren wir die Größe der Anlage. Insgesamt verbrachten wir fast den ganzen Tag auf Zollverein, wie die Einheimischen sagen würden.

Nach unseren Erfahrungen lohnt es sich, den Aufenthalt im Internet zu planen und die Karten für spezielle Führungen vorab zu buchen. Sonst kann es sein, dass am Besuchstag die gewünschte Veranstaltung bereits ausverkauft ist.

Stellplatz-Tipp für die Wohnmobilfahrer

Obwohl die Zeche Zollverein in Essen liegt, bietet sich der Stellplatz Revierpark Gelsenkirchen als Ausgangspunkt an. Vom Stellplatz ist die Zeche mit dem Fahrrad sehr gut erreichbar. Zusätzlich ist eine Haltestelle der Straßenbahn nur ca 200m vom Stellplatz entfernt. Die Linie bringt die Besucher dann direkt vor den Haupteingang der Zeche. Achtung, nicht zu früh aussteigen, es gibt zwei Haltestellen „ZollvereinNord“ und „Zollverein“.

Der Stellplatz liegt mitten in dem großen und wirklich schönen Revierpark. Unser Hund erfreuten die endloser Gassen.

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