Rubjerg Knude in Lönstrup, Veränderungen im Laufe der Jahre

Wer geht nicht gern barfuß durch den Sand? In Lönstrup gibt es genug für Alle. Dieser Reisetipp führt zu einem der größten Sandhaufen in Europa.

Rubjerg Knude

Fakten

Die Düne Rubjerg Knude ist eine der größten Wanderdünen Europas. In der Nähe von Lönstrup, an der 50m hohen Steilküste der Nordsee, entstand im Laufe der Zeit ein riesiger Sandhaufen. Die Düne ist ca.1800m lang und bis zu 400m breit. Die höchste Stelle liegt ca. 100m über dem Meeresspiegel. Davon sind die oberen 20m bis 25m feiner Sand.

Um 1900 errichtete man auf der ca. 50m hohen Steilküste einen Leuchtturm, ein Wohnhaus und ein Nebengebäude  Die Düne war zu der Zeit nur wenige Meter hoch. Durch Erosion begann die Düne zu wachsen und zu wandern. Immer wieder versuchte man, durch Sandabfuhr Herr der Lage zu werden. Die Düne wuchs jedoch weiter. 1968 erreichte die Düne eine Höhe von 50m. Der Leuchtturm wurde abgeschaltet, da der Turm vom Meer nicht mehr sichtbar war. Die Düne überragte den Turm.

Nachdem alle Versuche, die Düne zu bremsen, nicht funktioniert hatten, erklärte man das Gelände zum Naturschutzgebiet und überlies den weiteren Weg der Düne der Natur. Mittlerweile wandert die Düne weiter nach Norden und wird flacher. Der Leuchtturm ist bald wieder frei vom Sand, jedoch besteht die Gefahr, dass der Turm durch die fortgesetzte Erosion irgendwann in das Meer stürzt.

Meine Erfahrungen

Seit 2004 besuchten wir den großen weithin sichtbaren Sandhaufen drei mal. Die Veränderungen und die Wanderung der Düne waren deutlich erkennen. Beim ersten Besuch konnten wir noch die die Nebengebäude des Leuchtturms sehen. Bei unserem zweiten Besuch fanden wir kaum noch Spuren der Gebäude, nur der Turm ragte noch heraus. Bei unserem letzten Besuch konnten wir die Trümmer der Häuser wieder erkennen. Die Düne war weitergewandert.

Nach einem anstrengendem Aufstieg in dem losen Sand ohne jede Treppe oder Aufstiegshilfe erwartet ein sehenswerter Ausblick auf die Besucher. Bei jedem Besuch reizte es nicht nur unsere Kinder, in dem Sand herumzutollen. Auch die Erwachsenen machten gern mit und tollten im Sand herum.

Für den Besuch kann ich nur empfehlen, keine gute, saubere Kleidung zu tragen. Hinterher ist insbesondere an windigen Tagen der Sand überall zu finden. Wir mussten immer anschließend das Mobil fegen, da wir trotz aller Vorsicht jedes mal eine größere Menge Sand mit in das Fahrzeug brachten.

Zu den Bildern

Die Aufnahmen entstanden 2002 (erste Reihe), 2004 (zweite Reihe) und 2010 (dritte Reihe). Die Veränderungen der Düne sind gut zu erkennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.