Fernsehen über das Internet, erste Erfahrungen

Im heimischen Netzwerk gehören Videos aus dem Internet mittlerweile zum täglichen Leben. Netflix, YouTube und die Mediatheken der Sender flimmern auf vielen Bildschirmen. Fernsehapps wie Zattoo oder Waipu TV streamen das laufende TV-Programm in das Netz.

Da bietet es sich an, die gleichen Quellen unterwegs im Wohnmobil zu nutzen. Leider ist es nicht ganz so einfach, einige Hürden müssen genommen werden. Hinzu kommen die Kosten für die Übertragung.

Internet unterwegs, Mobilfunk oder WLAN?

Mittlerweile gibt es auf vielen Camping- und Stellplätzen WLAN. Die Kosten für die Nutzung sind sehr unterschiedlich. Mache Plätze bieten den Netzzugang mittlerweile gratis an.

Allerdings zeigte sich bei allen von uns benutzten Platznetzwerken das gleich Problem. Ab 19:30Uhr gingen die Übertragungsraten in den Keller. Vermutlich nutzen dann sehr viele Campeer das Internet.

Bisher fanden wir noch kein Campingplatznetz , dass uns den Filmge uss im Wohnmobil ermöglichte. Solange sich die Leistungsfähigkeit dieser Netze nicht ausgebaut wird, Ist dieser Weg für uns keine Alternative zur Schüssel.

Eher führt der zweite Weg zum Ziel. Mittlerweile bieten Mobilfunk Netzbetreiber verschiedene bezahlbare Möglichkeiten für den Datentransfer. So nutze ich derzeit einen jederzeit kündbaren Vertrag mit bis zu 10GB Daten pro Monat.

Allerdings setzt dieser Empfangsweg einen guten Netzausbau am Urlaubsort voraus. Im 3G-Netz klappt die Fernsehübertragung nicht. Damit scheidet der Mobilfunk abseits aller Zivilisation ebenfalls aus.

Der Fernsehstream endet an der Grenze

Bisher ging es um Netzqualität und um Kosten. Jetzt kommen noch rechtliche Dinge ins Spiel.

Viele Fernsehsendungen und Filme dürfen im Ausland nicht gezeigt werden. In einem solchen Fall blicken wir dann nur auf eine Einblendung, dass die Sendung nur in Deutschland zu empfangen ist.

Hintergrund sind die Senderechte. Die Sender kaufen die Rechte nur für Deutschland. Um diese vertragliche Regelung einhalten zu können, werden Streams auf Geräte im Ausland unterbunden.

Zum Glück sind bisher die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF nicht betroffen. Dagegen mußte die Bundesliga ohne mich spielen. Sky Go verweigerte den Dienst.

Um dieser Kleinstaaterei aus dem Wege zu gehen, gibt es einen technischen Kniff. Mittels eines VPN-Tunnels zum heimischen Modem wird dem Internet vorgetäuscht, dass sich der Nutzer zu Hause in Deutschland befindet.

Das Verfahren ist nicht ganz einfach und bringt einige Nachteile mit sich. So st es erforderlich, dass das heimische Modem auch bei Abwesenheit in Betrieb ist.

Fazit

Mittlerweile nutzen wir im Wohnmobil die Streams der Fernsehsender über das Internet, wenn es um die schnelle Information geht. Für das Heute Journal oder die Tagesthemen reicht das Mobilfunknetz meist aus.

Der gemütliche Internet-Filmabend scheitert derzeit noch an den Rahmenbedingungen. Die vorhandene Technik wird sich ständig weiter entwickeln. Ich gehe davon aus, dass irgendwann das Internet die klassische Satelitenschüssel auf dem Dach ersetzen wird.

Natürlich bleibe ich schon aus persönlichem Interesse am Ball. Vielleicht finden wir ja mal einen Campingplatz mit einem funktionierendem WLAN-Netzugang.

2 Replies to “Fernsehen über das Internet, erste Erfahrungen”

  1. Hallo Womoknipser,
    Du schreibst „Der Fernsehstream endet an der Grenze“ dies stimmt so leider nicht, denn wenn ich auf dem heimischen PC fernsehen will, so bekomme ich den Hinweis „Diese Sendung darf im Internet nicht gezeigt werden“. D.h Sendungen, die nur in Deutschland gezeigt werden dürfen, werden nicht gestreamt. Folglich dürfte sie auch nicht mittels eines VPN auf dem PC oder Smartphone empfangbar sein.
    Gruß Ben

    1. … keine Ahnung von der it aber alles besser wissen. Lies mal in der Wiki was ein VPN ist. Übrigens muss es kein VPN sein, ein Proxy in Deutschland tut die gleichen Dienste und dürfte etwas performanter sein als VPN.

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