Silvester im Wohnmobil: Hamburg mit zu viel Schnee

Wie in jedem Jahr steht zur Zeit bei uns die Frage an: Was machen wir Silvester? Weihnachten gehört traditionell der Familie, anschließend folgt eine kleine Wohnmobilreise über den Jahreswechsel. Mit diesem Artikel beginnt eine kleine Reihe unserer bisherigen Erlebnisse. Es geht nach Hamburg, ein Besuch mit viel Wetter.

Die Anreise

Vor einigen Jahren gab es wieder einmal keine weißen Weihnachten. Wir wollten bereits kurz nach Weihnachten starten und uns an Silvester ein Musical in Hamburg ansehen. Nur der im Wetterbericht angekündigte Schneefall in Norddeutschland bereitete uns Sorgen.

Dennoch ging es los. Bei kaltem aber trockenem Wetter kamen wir gut voran. Erst kurz vor Hannover tauchten die ersten Flocken auf. Im Radio gab es die ersten Warnungen vor Glätte, auch auf den Autobahnen. Wir sahen keinen Grund zum Umplanen, da die Strecke gut befahrbar war. Von winterlichen Straßenverhältnissen bemerkten wir nur wenig.

Hinter dem Autobahnkreuz Walsrode begann es spannend zu werden. Die Autobahn war mittlerweile schneebedeckt. Mit jedem Kilometer nach Norden verschlechterten sich die Straßenverhältnisse. Hinzu kam, dass einige Verkehrsteilnehmer die Fähigkeiten ihres Schutzengels testeten. Da ich dann diesen Versuchen nicht teilnehmen wollte, beschlossen wir, auf einem Parkplatz in der Nähe der Autobahn die Nacht zu verbringen. Wir fanden einen guten Platz und verbrachten einen gemütlichen Abend, während es draußen weiter schneite. Unsere Nachtruhe störte nur einmal ein Schneepflug, der auf dem Platz wendete.

Winter in Norddeutschland

Am Morgen erlebten wir eine Überraschung. Fast 30cm Neuschnee war in der Nacht gefallen. Nach dem Frühstück testeten die Mädels den Schnee, während Papa damit beschäftigt war, die weiße Pracht so gut es ging vom Dach des Wohnmobils zu entfernen. Da im Radio von vielen Staus in und um Hamburg berichtet wurde, planten wir um und steuerten einen unserer Lieblingsplätze in Hollern-Twielenfleet an.

Die Fahrt dorthin verlief über gut geräumte Straßen problemlos. Mittlerweile kam zeitweise die Sonne heraus. Wir erlebten das Elbufer an einem schönen Wintertag. Wir unternahmen einen langen Spaziergang und die Kids tobten im Schnee. Wintersport an der Elbe, für uns mal was ganz Neues.

Der Rest der Reise ist schnell erzählt. Wir parkten an Silvester unser Mobil in Hamburg und besuchten die Aufführung, wie geplant. Nur das Feuerwerk an den Landungsbrücken erlebten wir aus weiter Ferne, da es pünktlich kurz nach 23:00Uhr begonnen hatte, stark zu regnen. So konnten wir uns nicht zu einem längerem Fußmarsch durch den Schneematsch aufraffen.

Am Neujahrstag hatte der Regen den Schnee beseitigt. Wir besuchten wir die Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel an der Elbe. Dort zeigte uns die Elbe, was es bedeutet, wenn das Mittaghochwasser auf 1,5m über dem mittleren Hochwasserstand ansteigt. Das Gelände vor der Begrüßungsanlage war nur noch sehr eingeschränkt begehbar. Zum dritten Mal auf dieser Reise zeigte sich das Wetter von einer unangenehmen Seite.

Selbst wenn der Wettergott uns auf dieser Reise nicht wohlgesonnen war, werden wir weiterhin über den Jahreswechsel verreisen. Vielleicht haben wir im nächsten Jahr mit dem Wetter mehr Glück!

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