Titan-RT, die atemberaubende Hängebrücke an der Rappbodetalsperre (Harz)

Für schwindelfreie Menschen gibt es einen neunen Anlaufpunkt im Harz. Eine schwankende Hängebrücke führt über das Bodetal und bietet neue Ausblicke. Wer einmal testen möchte, wie es sich auf einem schwankenden Untergrund in 80m Höhe anfühlt, ist an der Rappbodetalsperre bei Wendefurth richtig.

Die neue Attraktion im Ostharz befindet sich direkt an der Sperrmauer der Rappbodetalsperre. Vor einem Besuch der Brücke lohnt der Blick in das Internet, da wetterbedingte Schließungen jederzeit möglich sind. Ebenso gibt es Hinweise, falls es zu längeren Wartezeiten kommt.

Für die Besucher gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz direkt in der Nähe, der sogar über drei Parkplätze für Wohnmobile verfügt. Leider ist der Platz dem derzeitigen Ansturm der Besucher keineswegs gewachsen. So ist es in den Hauptbesuchszeiten schwierig, eine freie Parklücke zu finden. Wer jedoch bereit ist, etwas zu laufen, wird in einiger Entfernung sein Fahrzeug abstellen können. Für Wohnmobile gibt es ca. 1,5km entfernt eine Übernachtungsmöglichkeit auf einem kostenpflichtigen Stellplatz.

Nach einem kurzen Fußweg erreicht der mutige Besucher den Einlass zur Brücke. Die Eintrittskarte zum Preis von 6€ gibt es an einem Automaten. Anschließend gilt es, sich in die Warteschlange einzureihen. Bei meinem Besuch, an einem Samstag im Juli, mußte ich um 18:00Uhr noch 10 Minuten warten, bevor ich das Drehkreuz passieren konnte. Zur Sicherheit darf sich nur eine bestimmte Personenanzahl sauf der Brücke befinden. So entstehen in der Hochsaison zeitweise Wartezeiten von bis zu 2 Stunden.

Wenige Meter später stand ich auf den schwankenden Gitterrosten vom Titan-RT. Nach einer kurzen Eingewöhnung an den schwankenden Boden begann ich mutig, die 450m lange Brücke zu überqueren. Wie die meisten Besucher hatte ich anfangs immer eine Hand am Geländer.

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Da der Blick meist in die schöne Umgebung ging, registrierte ich die Höhe über dem Tal kaum. Bald hatte ich mich an das Bauwerk gewöhnt und griff zum Fotoapparat. Allerdings erwies sich das Gestalten der Bilder etwas schwierig, da sich die Schwingungen der Brücke im Sucher deutlich auswirkten.

Schon bald lagen die 450m hinter mir und ich erreichte an der anderen Talseite wieder festen Boden. Nach einem kleinen Rundgang begab ich mich erneut auf den Steg. Diesmal traf ich zwei Besucher, die bereits nach wenigen Metern beschlossen, nicht mehr weiter zu gehen. Nicht für jeden ist ein Spaziergang auf dem schwankenden Boden ein Erlebnis.

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Ganz andere Schwierigkeiten hatten einige Damen, die die deutlichen Hinweise auf die richtigen Schuhe übersehen hatten. Nicht jeder Damenschuh ist für den 1km Spaziergang auf Gitterrosten geeignet.

Für ganz Mutige gibt es zusätzlich die Möglichkeit, sich in der Mitte der Brücke an einem Bungeeseil in die Tiefe zu stürzen. Weiterhin führt eine 1km lange Seilrutsche vom Brückeneingang an das Ufer der unteren Talsperre hinab. „Leider“ waren diese Attraktionen während meines Besuchs bereits geschlossen.

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