Schweden mit Hund – eine Vereinfachung bei der Einreise

letzte Aktualisierung: 20.03.2019

Hundehalter mit einem Reiseziel in Skandinavien sind es gewöhnt, dass sich die Regelungen für die Einreise öfter ändern. In den letzten Jahren vereinfachtes sich die Einreisebestimmungen glücklicherweise immer weiter.

So blieben wir lange ausgesperrt, da unser langjähriger vierbeiniger Weggefährte aus medizinischen Gründen keine Chance hatte, den damals obligatorischen Bluttest zu bestehen. Erst nach Anpassung der Einreisebestimmungen an die mitteleuropäischen Regelungen dürfte Beny nach Schweden einreisen.

Allerdings behielten sich die Schweden vor, die Impfbücher der Hunde genau zu kontrollieren. Dies bedeutete für Hundehalter, die rote Spur am Grenzübergang oder am Fährhafen benutzen zu müssen.

Dies verzögerte manchmal die Einreise erheblich, wenn viele Fahrzeuge mit zollpflichtigen Waren ebenfalls auf eine Kontrolle warteten. Selbst an der Brücke war ein zusätzlicher Stopp beim Zoll erforderlich.

Mittlerweile gibt es eine weitere Erleichterung. Auf den Internetseiten des Zolls anmelden. Dann kann die Einreise durch die grüne Spur ohne jede Kontrolle erfolgen.

Der gesamte Prozess scheint sehr einfach gehalten zu sein. Oben auf den Webseiten kann immer Deutsch als Sprache gewählt werden. Dann geht es in Deutsch weiter. Die gesamte Anmeldung habe ich noch nicht durchlaufen, da unsere nächste Schwedenreise noch nicht genau feststeht.

Hunde-Knigge in Schweden

Schweden, da denken die Hundebesitzer an weite unberührte Natur mit unbegrenztem Auslauf für Fifi und Bello. Endlich können die Hunde bei Wanderungen die Freiheit genießen.

Leider folgt die Ernüchterung schnell. Es wird nicht lange dauern, bis der Besucher die ersten bösen Blicke ernten wird. Der Unterschied ist einfach. Auch in der freien Natur leinen die Schweden ihre Hunde an. Spätestens wenn andere Menschen oder Tiere in der Nähe sind, erfolgt der Griff zur Leine.

Ebenso selbstverständlich ist die Beseitigung der Hinterlassenschaften. Auch wenn die Reinlichkeit nicht ganz die englische Perfektion erreicht, entfernen schwedische Hundehalter ganz selbstverständlich.

Beim Camping hatten wir bisher keine Schwierigkeiten, Unser Hund war immer willkommen. Anders sah dies in den Restaurants aus. Öfter war der Vierbeiner nicht erwünscht und musste im Wohnmobil auf uns warten.

Um nicht im Gastland in Ungnade zu fallen, kann ich nur empfehlen, sich diesem Verhalten anzupassen. Dann steht einem gelungenem Urlaub mit Hund nichts im Wege. Schweden ist ein schönes Urlaubsland für einen Hundeurlaub. Hundefeindlichkeit erlebten wir nie,

Dennoch empfanden wir den Urlaub mit Hund lohnenswert. Durch die dünnere Besiedlung und die oft unberührte Landschaft gibt es genug Platz für Alle, auch für unsere Vierbeiner.

2 Replies to “Schweden mit Hund – eine Vereinfachung bei der Einreise”

  1. Lieber Womoknipser! Zunächst einmal herzlichen Dank für den sehr informativen Blog und die vielen schönen Bilder und Reiseberichte, die uns immer wieder inspirieren! Zum Thema Zollanmeldung des Hundes in Schweden kann ich beifügen, dass wir unseren Hund im Internet ganz problemlos anmelden konnten, man muß, wie Sie schreiben, bei der ersten Einreise den Einreisetag und den Einreiseort angeben. Danach erhält man eine Nummer per email, die man sich gut merken sollte (wir haben einen Zettel in den Heimtierausweis gelegt…), und dann kann man das Thema Zoll vergessen (solange es keine neue Regelungen gibt….). Diese Anmeldung gilt nämlich auch für alle weiteren Wiedereinreisen des Vierbeiners. Leinenpflicht gilt zwischen März und August überall. Ich sehe es auch so, dass man sich einfach anpassen muß an die Gepflogenheiten im Gastland. Auch zuhause finde ich es nicht so toll, wenn ein Hund, der vielleicht auch gerade keine Lust hat zu gehorchen, auf meinen losstürmt und ihn durchschüttelt.
    Weiterhin gute Fahrt!

    1. Vielen Dank für en netten Kommentar und für die echten Erfahrungen mit der Anmeldung des Hundes. Jetzt gibt es nur noch nach Großbritannien die scharfe Kontrolle.

      Das Thema Leine ist für uns keine Glaubensfrage, sondern hängt von den Umständen ab. Erst gestern auf unserer kurzen Nachtrunde hat uns ein nicht abrufbarer „Freiläufer“ von hinten attackiert. Herrchen war noch in der nächsten Seitenstrasse. Diese Freiheit der Hunde mag ich nicht.

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