Spätsommer an der Nordseeküste (1) – Ostfriesland 

letzte Änderung 06/10/2021

 

Nach einigen Verschiebungen und Umplanungen ging es in der zweiten Septemberwoche endlich wieder auf Reisen. Wir starten zu unserer zweiten längeren Tour in diesem Jahr. Dank der Corona-Pandemie ging die Fahrt nicht in die Bretagne oder nach Irland. Wir blieben im Lande und verbrachten drei Wochen an der Nordsee.

Über Grifte zu den Externsteinen

Diesmal begann unsere Reise tatsächlich in Franken. Wie so oft machten wir uns am Nachmittag auf den Weg. Unser Pössl brachte uns gut durch die Gewitterschauer bis nach Griffe.  Wir kannten den Ortsteil von Edermüde bei Kassel vorher nicht. Uns lockte der kleine Stellplatz des Ortes.

.Das eigenartige Bezahlsystem mittels Stromsäule führte dazu, dass wir die geforderten 5€ nicht entrichten konnten. Für die Übernachtung brauchten wir keinen Landstrom. Ohne Stromanschluss konnte der Betrag jedoch nicht gezahlt werden.

In der Nacht störten unsdie in der Nähe fahrenden Züge nur wenig. Der nächste tag begann mit Morgendunst über den Feldern. Auf dem Hundespaziergang zum Zusammenfluss von Fulda und Eder genoss ich die ruhige Morgenstimmung.

Die Externsteine im Teutoburger Wald

Unser nächstes Ziel auf dem Wege nach Ostfriesland waren die Externsteine. An der bekannten Felsformation holte uns die Corona-Pandemie wieder ein. Erstmals erlebten wir die Anwendung von 3G (Geimpft, Genesen, Getestet). Nur nach der Kontrolle unserer Impfdaten durften wir die Felsen besteigen. Als zusätzliche Schwierigkeit kam die geforderte Maske hinzu.

Die Externsteine im Teutoburger Wald

So eingeschränkt machte uns die Besichtigung keinen Spaß. Für mich erwiesen sich die Treppen als gefährlich. Dank der Maske beschlugen meine Brillengläser immer wieder. So verzichteten wir auf einen Teil des Rundgangs und schauten uns die Felsen nur noch von unten an.

Nach dem Besuch führte uns der Weg über eine Stadt, die es laut Internet nicht geben soll, weiter in Richtung Nordsee. Pünktlich zum Nachmittagskaffee erreichten wir unseren reservierten Platz auf dem Gelände des Nordseecamp Norddeich

Norddeich Radio Nachrichten für die Seefahrer

Die Hauptgebäude des großen Campingplatzes passten von der Architektur her nicht in die Zeit und nicht in die Region. Nach einer kurzen Recherche fanden wir die Lösung. Die Serviceeinrichtungen befinden sich in den ehemaligen Gebäuden von Norddeich Radio. Die Kurzwellen-Sendeanlagen waren lange Zeit die einzige Möglichkeit, die deutschen Seeleute weltweit zu erreichen.

Urlaubstage zwischen Deich, Badeort und Fährhafen

Gleich unser erster Urlaubstag in Norddeich verlief dank des unbeständigen Wetters sehr ruhig. Immerhin schafften wir es, mit den Rädern zu einem Discounter zu radeln und die Vorräte aufzufüllen.

Unsere weitere Zeit in Norddeich verbrachten wir mit den üblichen Urlaubsbeschäftigungen. Nur das Baden fiel jahreszeitbedingt aus. Dabei hätte unser Hund gern einmal den Hundestrand besucht, denn dort gab es sogar extra kleine Strandkörbe für Hunde.

Impressionen aus Norddeich

Wir radelten auf endlosen Deichwegen an der Küste entlang und fuhren über kleine Straßen zwischen den einzelnen Bauernhöfen spazieren. Auch für den Weg vom Campingplatz in das Zentrum taten unsere Zweiräder gute Dienste. 

Am Hafen beobachteten wir das geschäftige Treiben und den Fährverkehr. Die Reederei Frisia stellt von Norddeich aus die Versorgung die Inseln Juist und Norderney sicher. So gibt es immer wieder etwas zu sehen.

Natürlich besuchten wir auch das Ortszentrum mit den Geschäften und Lokalen. Während unseres Besuches litt Norddeich unter einer großen Deichbaustelle. Genau zwischen Strand und Promenade sanierten Bagger lautstark den Deich. Wie heißt es in Norddeutschland: ” Wer nicht will deichen, der muss weichen!”

Aus Neugier machte ich einmal einen Abstecher zum bekannten Stellplatz am Hallenbad. Wie immer war der Platz restlos belegt. Es herrschte drangvolle Enge und an der Einfahrt warteten zwei Mobile auf einen freien Platz. Nein, so geht Urlaub für uns nicht.

Unser Hund genoss es, mehrfach täglich den Deich entlang laufen zu dürfen. Leider war die Strecke eingeschränkt. Nur der Deichabschnitt zwischen Campingplatz und Ort war für Hunde freigegeben. Wenn ich an die Hundedichte auf dem Campingplatz denke, ist diese Regelung verständlich. Es geht um den Schutz der zur natürlichen Deichpflege eingesetzten Schafe.

Eine Pause vom Urlaub

Mitten in unseren Norddeich-Aufenthalt fiel ein Familientreffen in der Nähe von Bremen. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns, die Zeit in Norddeich nur für eine Tagestour zu unterbrechen.

Der Plan klappte gut. Wir trafen unsere Verwandten und führten nette Gespräche. Wie geplant erreichten wir noch vor Schrankenschluss wieder unseren Platz an der Küste und konnten sofort weiter urlauben.

Dunst an der Ems und zwei Leuchttürme

Die erforderliche Fahrt zum nächsten Supermarkt nutzten wir, um noch etwas die Umgebung zu erkunden. Immer an der Küste entlang fuhren wir bis fast nach Emden. An der Knock legten wir eine längere Pause mit Emsblick ein und beobachteten den Schiffsverkehr. 

Auf der Rückfahrt schauten wir noch bei den Leuchttürmen von Campen und Pekum vorbei. Leider erschwerten Hundeverbote auf dem Deich uns den Besuch. So blieb es bei einer Stippvisite der sehr unterschiedlichen Seezeichen.

Nach 5 Urlaubstagen endete unsere Zeit in Norddeich. Wir verabschiedeten uns vom guten Campingplatz und machten uns auf den Weg zu neuen Abenteuern. unser Ziel war nicht weit entfernt, die Reise ging an die Wesermündung.

Aber das ist eine andere Geschichte, der Bericht folgt in Kürze

1 Kommentar zu „Spätsommer an der Nordseeküste (1) – Ostfriesland “

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