Murano und Burano, nicht nur Venedig ist eine Reise wert

Burano und Murano. die beiden größeren Inseln in der Lagune von Venedig sind bekannt. Dennoch finden nur wenige Besucher den Weg hinaus in die Lagune. Wir nahmen uns Zeit für die Orte und können einen Besuch nur empfehlen.

Die Anreise

Es gibt zwei Möglichkeiten die autofreie Insel in der Lagune von Venedig zu erreichen. Aus Venedig verkehren regelmäßig Wasserbusse (Vaporetti)  in Richtung Murano und Burano. Die schnellste Verbindung besteht vom Anleger Fondamente Nove.  Von dort nehmen die Schiffe direkt Kurs auf Murano. Die Fahrzeit bis Burano beträgt ca. 40min während Murano in 20min erreicht ist.

Wer mit dem PKW oder mit dem Wohnmobil anreist, kann das Auto in Punta Sabioni abstellen und von dort mit einem Linienschiff Richtung Burano starten. Die beiden Linien sind in den Vaporetto Tageskarten enthalten. Für den Besuch der Inseln sollte man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen.

Noch ein kleiner Tipp für Venedig-Neulinge:
Lassen Sie sich nicht von einem Werber auf dem Markusplatz zu einer kostenlosen Fahrt nach Murano überreden, es sei denn, sie lieben Kaffeefahrten mit Verkaufsveranstaltungen.

Burano

Burano ist die Insel der Fischer. Während die Männer dem Fischfang nachgingen, entdeckten die Frauen die Spitzenstickerei als weitere Einnahmequelle. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war die Insel das Zentrum für diese Handarbeitstechniken. In der Scuola di Merletti wird die Tradition weiterhin am Leben erhalten. Während die in den Läden angebotenen Stickereien in der Regel aus Asien stammen, gehören die selten gewordenen Originalwaren zu den sehr teuren Luxusgütern.

 

Burano ist nur 670m lang und 450m breit und besteht eigentlich aus 4 einzelnen Inseln, die durch schmale Kanäle getrennt sind. Derzeit leben ca. 2500 Einwohner auf Burano. Der Fremdenverkehr ist die Haupteinnahmequelle geworden. Der Fischfang spielt keine nennenswerte Rolle mehr, Fischauktionen finden nicht mehr statt.

 

Bekannt ist Burano für die bunten Häuser der Stadt. Der genaue Ursprung der farbenfrohen und sehr individuellen Gestaltung ist unbekannt.Bei unserem Bummel über die Insel genossen wir die freundliche Atmosphäre der Stadt. Die Farben der Häuser wirken heiter und unbeschwert. Die Fassaden spiegelten sich im Wasser der kleinen Kanäle. Die italienische Art der Wäschetrocknung wirkt auflockernd und verstärkt die Stimmung. Hinzu kommt der schiefe Turm der Inselkirche. Wir fanden es erstaunlich,  dass das Bauwerk noch nicht eingestürzt ist.

Für uns steht fest, dass wir Burano nochmals besuchen werden, wenn wir mal wieder in der Nähe sind.

 

Murano

Die Glasbläserinsel ist die bekanntere der beiden großen Inseln der Lagune. Zum einen liegt es an der Nähe zu Venedig und ist einfach und schnell zu erreichen. Zum anderen genießt Murano-Glas Weltruhm.Die Glasbläserei auf Murano entstand bereits im 13. Jahrhundert. Um Brände zu verhüten, verlegte man alle Glasschmelzöfen auf die Insel. Später entwickelte sich die Kunst der Glasherstellung zu der Haupteinnahmequelle der Insel und erreichte Weltruhm. Murano war das Zentrum der Glasherstellung in Europa.

Auch heute bilden Glasindustrie und -handwerk einen Schwerpunkt der Insel. Allerdings besteht eine enge Verbindung zur zweiten großen Einnahmequelle, dem Tourismus. In der aus sieben einzelnen Inseln bestehenden Gemeinde leben ca. 5000Einwohner.

Auf uns wirkte Murano wie ein Venedig im Kleinen. Wir fanden kleine Gassen, einen großen und breiten Hauptkanal und Gebäude, die genau so in Venedig stehen könnten. Viele Glasläden laden zum Bummeln ein. Überall verkauft man das meist bunte Murano-Glas, teilweise aus eigener Herstellung. An einigen Stellen stehen Glasskulpturen im Stadtbild.

 

Bei unserem Besuch herrschte eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Wir empfanden den Besuch als Kontrast zur Hektik Venedigs. Leider war es bei unserem Besuch zu spät für weitere Entdeckungen. Bei einem nächsten Besuch werden wir versuchen, einmal eine Glashütte zu besichtigen.

Abschließend empfehle ich jedem Venedigbesucher, sich die Zeit zu nehmen und einige Stunden auf den beiden, sehr unterschiedlichen Inseln der Lagune zu verbringen.  Es ist ein schöner und interessanter Tagesausflug.

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