Ein Besuch des Münchner Flughafens

Flugzeuge und  Flughäfen üben immer wieder eine Faszination aus. Viele besuchen die großen Airports, um einmal das Geschehen beobachten zu können und eine kleine Brise der Luft der großen weiten Welt zu schnuppern.  So konnte auch ich dem Reiz nicht widerstehen. Die Kinder brauchten ein Taxi zum Flughafen München und ich nutzte die Gelegenheit, mir das Treiben in Ruhe anzusehen.

Der Flughafen Franz-Josef-Strauß in der Nähe von München nimmt in Deutschland hinter Frankfurt den Platz zwei ein. Pro Jahr finden fast 400.000 Flugbewegungen (Starts und Landungen) statt. Ca 3,8 Millionen Fluggäste nutzen pro Jahr das Luftverkehrsdrehkreuz.

Der Airport wächst immer weiter, obwohl das Gelände jetzt schon riesig ist. Das Terminal 2 wird gerade um einen Anbau, dem so genannten Satelliten erweitert. Eine dritte Start und Landebahn wird kontrovers diskutiert. Die Anwohner befürchten eine höhere Lärmbelastung, die Flughafengesellschaft möchte den Flughafen für die Zukunft vergrößern.

Aussichtterrasse Terminal 2

Da ich bei meinem Besuch anfangs der Abflug der Kinder im Vordergrund stand, begann ich meine Entdeckungstour im Terminal 2. Für Besucher gibt es auf dem Dach des Terminals eine verglaste Aussichtsplattform. Den Zugang erreicht man aus der Mitte der Halle, wenn man über die Treppen in den ersten Stock begibt. Von dort führt ein Steg über die Einrichtungen der Personenkontrolle auf das Dach. Bereits auf dem Weg zur Terrasse gibt es viel zu sehen, da der Kontrollbereich teilweise von oben einsehbar ist. Besonders die automatische Passkontrolle fand ich interessant, da ich die Anlage noch nicht kannte.
Die kostenlos und ohne Sicherheitskontrolle zu erreichende Besucherterrasse bietet einen guten Überblick auf die Flugzeugabfertigung zwischen Terminal 2 und dem Satelliten. In diesem Bereich werden fast nur Flugzeuge der Lufthansa abgefertigt. Einige Flugsteige befinden sich direkt vor den Besuchern. So kann man gut beobachten, wie die Flugvorbereitungen durchgeführt werden. Durch die Glasscheiben kommen die Fotografen leider nicht auf ihre Kosten, da Spiegelungen fast unvermeidbar sind.

Der Besucherberg

Fotografierfreundlicher zeigt sich der zweite Anlaufpunkt für Besucher, obwohl der der Bereich des Besucherhügels 1200m vom Terminal entfernt ist. Der ganze Bereich im Umfeld des Hügels ist auf die Sehleute vorbereitet. Es gibt ein Restaurant, ein Spielplatz, eine Ausstellung und ein kleinen Shop. Im Vordergrund steht jedoch die Besteigung des Aussichtsberges. Durch ein Drehkreuz, Eintritt 1€ pro Person, erreicht man die Treppe auf den Hügel hinauf.

Von Oben bietet sich dem Besucher ein guter Überblick auf die Rollbahnen und den Bereich vor Terminal 1. Eine der Start- und Landebahnen ist auf der gesamten Länge einsehbar. Bei passendem Wetter sitzt oder steht man in der Sonne und beobachtet das Geschehen auf dem Flughafen.

 

 

Für Interessierte besteht zusätzlich die Möglichkeit, die in der Nähe abgestellten historischen Flugzeuge zu besichtigen. Insbesondere die dort abgestellte JU52, Tante Ju, zeigt, wie der Flugverkehr begann. Für den Zugang zu den Flugzeugen muss man nochmals in die Tasche greifen. Ein weiteres Drehkreuz öffnet sich für 1€.

 

Die Flughafengesellschaft bietet für Besucher Busrundfahrten über das Gelände an. Leider passten mein Terminplan und die Abfahrtzeit nicht zusammen. Daher kann ich leider nicht über die Tour berichten. Für Interessierte gibt es auf der Seite des Flughafens die Möglichkeit, sich über die Touren zu informieren.

Parken mit dem Wohnmobil

Für Wohnmobile gibt es direkt an den Terminals keine offizielle Parkmöglichkeit. Es ist jedoch genug Platz, um mal schnell einen Fluggast aussteigen zu lassen, auch wenn es nicht so ganz den Regeln entspricht. Der Platz für unsere Fahrzeuge befindet sich in der Nähe des Besucherberges, direkt an der Zufahrt zum Flughafen. Dort gibt es einen Parkplatz für Langzeitparker mit hohen Fahrzeugen und einen Besucherparkplatz (max 24Std.) ohne eine Größenbeschränkung.

Ein Verbot der Übernachtung konnte ich nicht entdecken. Durch den herrschenden Lärm gehe ich davon aus, dass nur wenige „harte“ Besatzungen dort eine Nacht verbringen möchten. Für Besucher des Aussichtsberges liegt der Parkplatz sehr günstig. Der Berg ist in wenigen Schritten erreichbar. Laut Beschilderung beträgt der Fußweg zu den Terminals etwa 1200m. Wer sich den Weg ersparen möchte, kann die regelmäßig verkehrende S-Bahn nutzen.

Meine Besichtigung des Flughafens München fand ich interessant. Durch das hohe Verkehrsaufkommen gab es immer etwas zu sehen. Beeindruckt hat es mich, welche Fläche für den Luftverkehr benötigt wird. Auf dem Besucherberg hielt ich mich sehr lange auf und beobachtete das rege Treiben am Boden und in der Luft. Durch das hohe Verkehrsaufkommen gab es immer etwas zu sehen. Den Flughafen München ist ein lohnendes Ziel, wenn man in der Region unterwegs ist. Insbesondere Kinder werden ihren Spaß haben.

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