Warten auf den Neuen – Umbauplanung und Zubehörbeschaffung

Nachdem das neue Mobil gekauft war, begann für mich die schöne  Zeit der Umbauplanung. Die Basteleien dienen der Detailanpassung an unsere Wünsche. Es sind viele Kleinigkeiten, die das Reisen im Wohnmobil angenehmer machen. Im folgenden Artikel beschreibe ich die vielen kleinen Dinge, die uns zukünftig das Leben erleichtern sollen.

Da ich bisher noch keinen Kastenwagen im Detail kenne, erforderte es einige Recherchen im Netz, bevor ich an das Planen und Bestellen gehen konnte.  Mein Ziel ist es, den Neuen möglichst schell so auszurüsten, dass  unterwegs nicht zu oft  von uns  ein negativer Vergleich mit dem alten Mobil gezogen wird.

Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik

In unserem neuen Gebrauchtwagen ist ein sehr einfaches Radio verbaut, dass meinen Anforderungen nicht entsprach. Zukünftig soll das Radio die Zentrale darstellen. Rückfahrkamera, Navigation, Telefonie und Musikversorgung wollte ich im Radio vereinen.

Schnell landete ich bei der Suche auf Seiten der China-Radios mit Windows oder Android Betriebssystem. Die Geräte verfügen alle über einen riesigen Funktionsumfang.  Für mich als Applenutzer hätte ich alle Programme (neudeutsch: Apps) neu kaufen müssen. Gleichzeitig erfolgt die Iphone-Unterstützung nur rudimentär. Im Markenbereich landete ich bei sehr hochpreisigen Geräten, die ich nur ungern sofort sichtbar im Fahrzeug zurücklassen möchte. Schließlich wechselte schon einmal mein Radio in der Nacht ungewünscht den Besitzer.

So speckte ich meine Anforderungen ab und beschloss, weiterhin das Smartphone für die Navigation zu benutzen. Nach vielen gelesenen Erfahrungsberichten fiel die Entscheidung für das  Kenwood 5015. Das Gerät landete für ca. 300€ auf der Bestellliste. Natürlich kann man das Gerät nicht einfach so anschließen, ein Antennensplitter und eine Einbaublende kamen hinzu.

Meine bisherige Rückfahrkamera zieht nicht mit um, da ich das Blech nicht gleich anbohren möchte. Als Ersatz bestellte ich eine in das dritte Bremslicht montierte Kamera mit zugehörigem Kabelbaum. Zur Verbindung mit dem Radio werde ich eine Funkverbindung testen. Wenn es nicht klappt, geht die Funkstrecke zurück in den großen Fluss.

Wie immer, wenn ein neues Fahrzeug in den Fuhrpark kommt, bedarf es eines neuen Brodit-Halters für das Handy. Wieder wechselten 20€ den Besitzer. Das nötige Anschlusskabel zum Handy habe ich noch im Vorrat.

Gas und Heizung

Die Gasflaschen 2x11kg Tauschflaschen tun zur Zeit noch im alten Wohnmobil Dienst und werden nur umgestellt. Allerdings werde ich bei passender Gelegenheit und entsprechendem Wetter die Gasanlage auf eine Duomatic CS umrüsten. Bisher machte es mir Nichts aus, auch in der Nacht bei Frost die Flasche zu wechseln. Da im Kasten die Hecktüre geöffnet werden muss, um an den Gaskasten zu kommen, halte ich die Umschaltautomatik für sinnvoll.

Da ich günstig an eine digitale Steuereinheit für die Truma-Heizung bekommen habe, werde ich diese ebenfalls installieren. Diese Maßnahme ist nicht erforderlich und kommt sicherlich erst später.

Wasser

Dieser Bereich erforderte keine zusätzlichen Ausgaben, da mein Gardena Sortiment und der Spiralschlauch einfach mit ins neue Wohnmobil umziehen werden.  Erst wenn ich über entsprechende Erfahrungen verfüge, werde ich entscheiden, ob es zweckmäßig ist, den Abwasserauslass an die Fahrzeugseite zu verlegen.

Strom

Der Programmpunkt ist einfach, jedoch mit Arbeit verbunden. Meine alte Kabeltrommel ( es heißt richtig Leitungsroller) muß überholt werden. Dabei werde ich noch meine Adapter mit neuen Steckern ausrüsten. Die mal in der Not in Frankreich gekauften Stecker und Kupplungen entsprechen nicht mehr meinen Vorstellungen von sicherer Stromversorgung.  Natürlich ist mir bekannt, dass die Verwendung von Adaptern nicht erlaubt ist. Aber was tut man, wenn für die Landstromversorgung keine andere Möglichkeit vorhanden ist?

Später, nach Detailklärungen im Fahrzeug, werde ich noch einige USB-Steckdosen nachrüsten.  Schließlich wollen unsere Kamera, die Telefone und die Tablets regelmäßig geladen werden.

Toilette

Nachdem wir bisher mit dem bekannten Sogeinbau nur gute Erfahrungen sammelten, wird der Kastenwagen ebenfalls einen solchen kleinen Lüfter mit Filter erhalten. Allerdings werden wir den Einbau mit einem Besuch an Rhein und Mosel kombinieren, da ich die Fummelei beim Einbau noch in schlechter Erinnerung habe. So blieb es vorerst bei einer Anfrage beim Hersteller, denn dort soll der Einbau erfolgen.

Führerhaus

Als langjähriger Fiatfahrer gehe ich davon aus, dass das Thema kalte Füße im Fahrerhaus weiter aktuell ist. Zur Lösung suchte ich nicht lange, sondern rief nur die Website der Firma Kantop auf, da sich deren Fußmatten bereits im alten Fahrzeug bewährt haben und nach 10 Jahren immer noch gut in Schuss sind. Wieder bestellte ich für 100€.

Auf eine zusätzliche Scheibenisolierung verzichtete ich fürs erste. Nach der ersten kalten Nacht im Mobil werden wir das Thema erneut prüfen. Für Notfälle haben wir ja noch unsere alten Matten.

Sonstige Ausrüstung

Endlich sind Neuanschaffungen fast abgeschlossen. Für den Anfang werde ich noch einige Klappboxen besorgen, die uns beim Umzug des Hausrates helfen werden und anschließend für eine erste Grundordnung in der Abstellkammer des Neuen sorgen werden.

Fazit

Der Fahrzeugwechsel erfordert wie immer einige zusätzliche Anschaffungen. Allerdings ist es kein Vergleich zur  Beschaffung der Erstausrüstung. Keile, Gasflaschen, Geschirr, Bettzeug usw. verursachen Kosten, die wir bei der Anschaffung unseres ersten Fahrzeugs nicht berücksichtigt hatten.

Jetzt bin ich gespannt, ob der Einbau klappt. Ich werde berichten. In den nächsten Tagen werden sich die Paketdienste die Klinke in die Hand geben. Und dann steht schon bald der Neue vor der Tür.

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