08.12.2015

Kurzreise an Rhein und Mosel zum SOG-Einbau

Kategorie: Reisebericht,   Region: Rheinland-Pfalz

Wie Stammleser bereits wissen, machten wir in unserer langen Wohnmobilzeit gute Erfahrungen mit der chemielosen Toilette in Verbindung mit der SOG-Entlüftung. Natürlich sollte unser Pössl ebenfalls mit dem System ausgerüstet werden. Diesmal bot es sich an, den Einbau beim Hersteller in Löf an der Mosel vornehmen zu lassen.




Geplant war diese Reise für das zeitige Frühjahr. Durch eine Terminänderung in meiner Familie ergab sich jedoch schon im November ein günstiges Zeitfenster in meinem Kalender. Nach einem kurzen Telefongespräch war klar, ich fahre an die Mosel. Natürlich gefiel mir die Idee, den Neuen nochmals in der Praxis zu nutzen.

So ging es an einem Nachmittag im November los. Begleitet von Nieselregen und einigen Schneeschauern im Spessart kam ich bis es bis Frankfurt gut voran. Dann behinderte ein hohes Verkehrsaufkommen mein Vorankommen. So dauerte es eine Weile, bis ich den Stellplatz in Bacharach am Rhein erreichte. Dort verbrachte ich den Abend mit Blick auf dem Fluss und die Binnenschiffe.

Ganz nebenbei erledigte ich noch einige kleine Arbeiten, um das Mobil wohnlicher zu gestalten. Später schrieb ich noch einen Artikel für diesen Blog und machte die üblichen Hausaufgaben eines Bloggers. Dabei bewährte sich wieder einmal mein mobiler Internetzugang.

Der Stellplatz Bacharach ist eng mit unserer Wohnmobilvergangenheit verknüpft. Unsere erste Wohnmobilreise mit den Kindern im Mietmobil führte nach Bacharach. Später, bei der ersten längeren Ausfahrt mit einem eigenen Fahrzeug landeten wir wieder dort. Jetzt schließt sich der Kreis, auch der Pössl steht bei einer der ersten Fahrten mit Rheinblick in Bacharach.

Der nächste Morgen begann schon früh, denn ich wollte pünktlich zu meinem Termin in Löf an der Mosel ankommen. Allerdings fiel es mir schwer, die von Sonne, Wolken und Nebel gestaltete Landschaft an der Fahrstrecke einfach zu durchfahren. Der Fotofinger juckte kräftig.

Ich blieb hart und fuhr ohne Fotopause zur Firma SOG Dahmann. Dank des Termins kam mein Fahrzeug sofort in die Halle. Kurz diskutierten wir die möglichen Einbauvarianten und dann ging es los. Ich habe mich für die bekannte Klappenlösung entschieden, da die Bodenlösung mehrere Bohrungen und eine lange Schlauchführung durch den Innenraum (Heizung) erfordert hätte.

Die Montage erfolgte sehr sorgfältig und genau. Ganz nebenbei lernte ich einiges über die Pflege der Kassetten und die verschiedenen Typen.

Nach 1Stunde lief der neue Miefquirl und ich wählte die Strecke entlang der Mosel bis Koblenz. Unterwegs legte ich eine kleine Mittagspause ein. Obwohl ich schon mehrfach Koblenz besucht oder durchfahren habe, fand ich die Verkehrsführung durch die Stadt wieder einmal merkwürdig. Die Stadt scheint eine Liebe zu Betonbrücken reichlich auszuleben.

Von Koblenz ging es in Richtung St. Goarshausen. Dort inspizierte ich die mir bekannten Stellplätze direkt am Rhein.Leider war der Platz am Natoübergang mittlerweile für Wohnmobile gesperrt. Die Übernachtungsmöglichkeit "An den Kranen" gefiel mir nicht, da ich Angst hatte, das Fahrzeug im Matsch zu versenken. Insgesamt sah das Gelände nicht einladend aus.

So querte ich mit der Fähre den Rhein und landete wieder Bacharach. Mit einem verspätetem Mittagsschläfchen und einem langen Spaziergang durch den Ort verbrachte ich den Nachmittag. Den fernsehfreien Abend nutzte ich wieder vor dem Computer und schrieb am Blog. Einige Artikel bedurften einer Überarbeitung.


Am nächsten Morgen schaute ich aus dem Fenster und beschloss, mich noch einmal umzudrehen. Draußen versteckte sich der Rhein im dichten Nebel. Da konnte ich mir Zeit lassen. Nach dem späten Frühstück lichtete sich der Nebel leicht. Ich erledigte an der Station die üblichen Arbeiten eines Wohnmobilfahrers. Bei der Abfahrt passierte es: Ich vergass die Trittstufe einzufahren.

Nach einigen Kilometern hielt ich nochmals auf einem Parkplatz, fuhr die Stufe ein und fotografierte Nebelbilder mit Schiffen, bevor es auf die Autobahn ging. Mit Ausnahme des üblichen Staus  bei Aschaffenburg kam ich gut voran und erreichte pünktlich zum Mittagessen die fränkische Heimat.