Ein Kurzurlaub entlang der Donau nach Österreich

Kategorie: Reiseberichte,   Region: Österreich

Blick über Wien und Schloss Schönbrunn

Bisher bestanden bei uns immer Vorurteile gegen Österreich als Urlaubsland. Keine freie Übernachtung, Campingplatzzwang, sehr viele Touristen, um nur einige Schlagworte zu nennen. Dennoch machten wir uns auf den Weg. Und, was soll ich sagen, es gefiel uns sehr gut. Österreich, wir kommen wieder!

Der Start

Wie so oft bei uns gab es gute Gründe, erst am Abend zu starten. Als erstes Etappenziel hatten wir Passau ausgewählt. Leider begleitete uns eine Gewitterfront fast auf der gesamten Reise. Viel Wasser stand auf der Straße. Einige Male war es erforderlich, das Tempo stark zu drosseln, um noch die Fahrbahn sehen zu können. Wir erreichten den Stellplatz in Passau wetterbedingt erst kurz vor Mitternacht. (Entschuldigung an alle Besatzungen, die wir geweckt haben!)

Der erste Tag – Passau

Nach einem gemütlichen Frühstück stand die Stadtbesichtigung an. Mit unseren Rädern machten wir uns auf den Weg. Wir bummelten durch die schöne Altstadt und an der Donau entlang. Leider verdunkelte sich der Himmel wieder. Um nicht im Regen zu stehen, radelten wir zügig zu unserem Wohnmobil zurück.

Passau-Donau Blick zur Burg  Passau-Donau am InnPassau-Donau Innenstadt  Passau-Donau der DomPassau der Dom von innen  Passau der Dom vom Stellplatz aus gesehen

Nach der späten Mittagspause setzten wir unsere Fahrt an der Donau entlang fort. Am Jochensteinkraftwerk legten wir einen Stopp ein und besichtigten die Anlage. Ein kleine Besonderheit am Rande: Unser Hund blieb allein mit dem Wohnmobil in Österreich, während wir in Deutschland das Kraftwerk anschauten. Die Grenze verläuft quer über die Staumauer. Weiter ging es zu unserem nächsten Ziel, dem Campingplatz an der Schlögener Schlinge. Wir fanden einen schönen Platz für unser Wohnmobil und beendeten den Tag mit der Hundegasse an der Donau.

 

Das Jochenstein Kraftwerk   
Das Jochenstein Kraftwerk  die Staumauer

Der zweite Tag – Die Schlögener Schlinge

Der Tag begann bei durchwachsenem Wetter unangenehm. Die Migräne setzte meine Frau außer Gefecht. Um nicht zu stören, schnappte ich das Rad und folgte dem Donauradweg. Leider verhinderte das Wetter die erhofften Fotos.
Die Donau bei Schlögen  Die Donau bei Schlögen

Am Nachmittag ging es meiner Frau wieder besser, aber für Unternehmungen fehlte noch die Kraft. Also schnappte ich mir erneut das Fahrrad und radelte diesmal donauaufwärts. Besonders gefielen mir die extra für die Radler eingerichteten Fähren. Mehrmals wechselte ich das Ufer. Das Wetter hatte ein Einsehen mit mir und bescherte mir den erhofften Sonnenschein. So konnte ich doch noch einige Fotos auf die Speicherkarte schreiben.

Die Donau bei Schlögen, der Donauradweg  am Donauradweg bei Schlögen  am Donauradweg bei Schlögen, eine Fähream Donauradweg bei Schlögen

Der dritte Tag – Schönbühel an der Donau

Am nächsten Morgen zog es uns weiter. Ziel war der Campingplatz in Schönbühel an der Donau. Dort trafen wir bereits am frühen Nachmittag ein. Wir parkten unser Wohnmobil und genossen das schöne Wetter und den Ausblick auf das Schloss Schönbühel. So ein kleines Privatanwesen möchte ich mal besitzen. Die Ruhe störte nur unser Hund, der jeden Artgenossen auf dem angrenzenden Donauweg lautstark begrüßte.
Gegen Abend fuhren wir mit dem Rad nach Melk. Wir umrundeten das Kloster und schlenderten durch die Fußgängerzone. Zum Tagesabschluss speisten wir gut in dem Restaurant am Campingplatz.

 

  Stift Melk vom Donauufer gesehen  Stift Melk Detail  Stift Melk  Schloss Schönbühel an der DonauSchloss Schönbühel an der Donau

 

Der fünfte Tag – Melk im Regen

Bereits in der Nacht begann es zu regnen. Wir frühstückten gemütlich, bevor wir zum Stift Melk aufbrachen. Bei leichtem Nieselregen besichtigten wir die Anlage diesmal von Innen. Insbesondere die Bibliothek fanden wir sehenswert. Nach dem Rundgang beschlossen wir, uns einen Platz für einen faulen Nachmittag und Abend zu suchen. Wir landeten in Krems auf dem Campingplatz an der Donau.

 

Stift Melk Innen  
Da wie erwartet sich das Wetter nicht verbesserte, beschränkten sich unsere Aktivitäten auf einen kleinen Bummel durch den Ort. Ansonsten lasen wir und schauten in die Glotze.

 

  Krems ein weniger schöner Teil
Donau bei Krems

Der sechste Tag – Eine kleine Weinkunde

Am nächsten Morgen schien endlich wieder die Sonne. Wir starteten zu neuen Abenteuern. Das erste Ziel, das Weinmuseum in Langenlois, erreichten wir nach kurzer Fahrt. In dem modernen Empfangsgebäude erhielten wir jeder einen elektronischen Führer und wurden zu einem Startplatz in den Weinbergen geschickt. Es öffnete sich eine Tür zu einem Aufzug.  Wir landeten in einen Raum mit einer modernen Lichtinstallation, die uns auf den kommenden Rundgang einstimmte. Anschließend gelangten wir in das System der unterirdischen Weinkeller. Wir schlenderten allein, nur von Hinweisschildern und dem Audioführer begleitet, durch die Keller. Nebenbei lernten wir viel über den Weinanbau.
Die Keller endeten auf einem alten, rekonstruierten Weinbauernhof. Weiter ging es in die modernen Anlagen der Weinkellerei. Zum Abschluss der Tour gelangten wir wieder im modernen Empfangsgebäude. Mit einem Glas Wein endete der Rundgang. Insgesamt war es für uns ein lohnender Besuch, der uns zu vielen neuen Eindrücken über den Weinanbau in Österreich verhalf.

 

Weinmuseum in Langenlois Gebäude  Weinmuseum in Langenlois alter WeinkellerWeinmuseum in Langenlois Waschplatz  Weinmuseum in Langenlois BauernhofWeinmuseum in Langenlois Bauernhof Küche  Weinmuseum in Langenlois Weinkeller
Nach der Besichtigung ging es nach Wien. Auf dem gut besuchten Campingplatz Neue Donau fanden wir noch ein lauschiges Plätzchen. Nach dem Abendessen sammelten wir auf einer Radtour noch einige erste Eindrücke von der Großstadt. Insbesondere die Fahrt über die Donauinsel gefiel uns sehr gut.

Der siebente Tag – Wien

Gleich am Morgen starteten wir unsere Wien Erkundung. Mit dem Stefansdom ging es los, Anschließend folgten diverse Läden in der Innenstadt, bevor wir zur Hofburg schlenderten. Wir bestaunten die Größe der gesamten Schlossanlage und die Parks. Zum Erholen nutzten wir unsere Tageskarte für die Bahnen aus und unternahmen mit der Tram eine kleine Stadtrundfahrt. Zurück im Zentrum kurbelten wir noch die Wirtschaft an und erstanden einige Kleinigkeiten, bevor wir zum Campingplatz zurückfuhren. Wir nahmen uns fest vor, Wien nochmals einen Besuch abzustatten und uns einige Museen in Ruhe anzuschauen.

 

Wien Stadtansicht  Wien Stadtansicht        Wien Stadtansicht

 

Nach dem Abendessen kamen wieder die Räder wieder zum Einsatz. Über die Donauinsel und die Praterallee radelten wir, ohne öffentliche Straßen zu benutzen, bis zum Riesenrad. Denn ein Wien-Besuch ohne das Riesenrad besucht zu haben, das ging nicht.

 

    

 

Der achte Tag – Schloss Schönbrunn

Der geplante Besuch des Schlosses Schönbrunn begann mit einem Schock. Die Parkgebühr für ein Wohnmobil betrug 18€. Damit war unsere Schmerzgrenze eindeutig überschritten. Ich erinnerte mich an  einen Tipp aus dem Internet, das Fahrzeug auf der anderen Seite des Schlossparks abzustellen. Letztlich fanden wir einen schattigen Parkplatz an einer Nebenstraße. Der nächste Parkeingang lag in fast unmittelbarer Nähe.

Wir betraten den Schlosspark auf Höhe der Gloriette und sahen Schönbrunn unter uns liegen. Im gesamten Park standen Scheinwerfer, Kameras wurden installiert und Stühle aufgestellt. Wir bekamen heraus, dass am Abend das traditionelle Sommerkonzert der Wiener Philharmoniker stattfand.

Wir schlenderten durch den Park hinab zum Schloss und bestaunten die Größe der Anlage. Nach einer Pause auf einer Bank im Schatten, ging es zurück zum Wohnmobil. Gern hätten wir uns das Konzert angeschaut und angehört, aber die Pflicht rief uns nach Hause zurück.

Schloss Schönbrunn Blick aus dem Park auf das Schloss  Schloss Schönbrunn Bühne für das SommerkonzertSchloss Schönbrunn im Park  

Die Rückfahrt endete, wie die ganze Tour begann. Wir fuhren durch mehrere starke Gewitter. Besonders ärgerlich war es, dass wir bei Regen unsere sieben Sachen ausräumen mußten. Später schauten wir uns noch die Übertragung des Konzertes aus Schönbrunn live auf 3Sat an. Wieder war eine Tour zu Ende.

Stellplatz Passau

Fakten

Platzart: separater Wohnmobilstellplatz
Kosten pro Nacht: kostenlos
Öffnungszeit: 1.1. – 31.12.
Anreise: Tag und Nacht möglich
Sanitärausstattung: Keine
Ver- und Entsorgung Keine
Stromanschlüsse: Keine
Sat-Empfang: auf allen Plätzen möglich
DBV-T Empfang: nur ARD/ZDF
Brötchenservice: Kein Brötchenservice
Besonderes: keine Sicht auf die Donau
Stand: 2013

Unsere Erfahrung

Der in einfache unbefestigter Parkplatz verfügt über keine besondere Ausstattung oder Lage. Dafür kann man eine ungestörte Nacht verbringen. Verkehrslärm ist nur leicht hörbar. Bei unserem Besuch wirkte der damals gut besuchte Platz leicht ungepflegt. Für eine oder zwei Übernachtungen als Zwischenstopp oder als Ausgangspunkt für einen Passau-Besuch gut geeignet.

Anschrift

94036 Passau
Racklau


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ÖPNV

Ab der Kreuzung zur B8 verkehren mehrere Buslinien in die Innenstadt.

Fahrrad oder zu Fuß

Mit dem Rad erreicht man die Innenstadt über den gut ausgebauten Radweg entlang der Donau. Für einen Spaziergang erscheint mir die Strecke zu weit.

Aktivitäten

  • Besuch der Passauer Innenstadt
  • Schifffahrt auf der Donau
  • Besichtigung des Domes

Campingplatz Schlögen

Fakten

Platzart: Campingplatz
Kosten pro Nacht: ca 24€/Nacht
Öffnungszeit: 1.4. – 30.10.
Anreise: bis 22:00Uhr
Sanitärausstattung: Campingplatzstandard
Ver- und Entsorgung möglich, aber an verschiedenen Orten
Stromanschlüsse: an vielen Plätzen
Sat-Empfang: auf einigen Plätzen möglich
DBV-T Empfang: nur ARD/ZDF eingeschränkt
Brötchenservice: Brötchenservice
Besonderes: viele Plätze mit Donaublick, Sportboothafen, Restaurant
Stand: 2013

Mein Eindruck

Der parzellierte Platz machte einen gepflegten Eindruck. Die einsame Lage mit einigen Häusern direkt an der Schlögener Schlinge sorgt für ruhige Nächte. Die besten Plätze sind von Dauercampern belegt. Für den täglichen Bedarf gibt es einen kleinen Laden auf dem Platz.

Anschrift

Mitterberg 3
4083 Haibach/Schlögen
Austria


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Einkaufen

In der Nähe befinden sich keine Einkaufsmöglichkeiten

Fahrrad oder zu Fuß

Durch die Lage direkt am Donauradweg bietet sich der Platz als Ausgangsbasis für Radausflüge an. Die Fähre direkt am Platz ermöglicht ein Übersetzen der Fahrräder auf das andere Ufer. Für Wanderungen stehen beschilderte Wege zur Verfügung.

Aktivitäten

  • Radfahren
  • Wandern

Campingplatz Schönbühel an der Donau

Fakten

Platzart: Campingplatz
Kosten pro Nacht: 25€
Öffnungszeit: k. A.
Anreise: bis 22:00Uhr
Sanitärausstattung: normaler Standard
Ver- und Entsorgung vorhanden
Stromanschlüsse: auf allen Plätzen
Sat-Empfang: auf vielen Plätzen möglich
DBV-T Empfang: möglich
Brötchenservice: Brötchenservice
Besonderes: direkt an der Donaupromenade,
erste Reihe Donaublick
Stand: 2013

Unsere Erfahrung

Der kleine, gemütliche und gut gepflegte Platz liegt im Garten eines Gasthauses (kleine, aber feine Karte). Nicht auf der ganzen Länge ist die Wiese mit Obstbäumen durch einen Zaun vom Weg abgetrennt. Die schöne Lage mit Blick auf das Schloss Schönbühel garantiert ruhige Nächte und bietet eine  gute Ausgangsbasis für den Besuch von Kloster Melk. Das Personal war bei unserem sehr freundlich.

Anschrift

Nr. 7
A-3392 Schönbühel


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Fahrrad oder zu Fuß

Durch die Lage direkt an den Donau-Radweg bieten sich Radtouren an. Mit dem Rad ist man in wenigen Minuten in Melk.

Aktivitäten

  • Besuch des Klosters Melk
  • Radfahren an der Donau
  • Wandern

Krems Donaupark-Camping

Fakten

Platzart: Campingplatz
Kosten pro Nacht: ca 22€/Nacht
Öffnungszeit: unbekannt
Anreise: bis 22:00Uhr
Sanitärausstattung: Campingplatzstandard
Ver- und Entsorgung vorhanden
Stromanschlüsse: an vielen Plätzen
Sat-Empfang: auf vielen Plätzen möglich
DBV-T Empfang: möglich
Brötchenservice: Brötchenservice
Besonderes: 1. Reihe mit Donaublick
Stand: 2013

Mein Eindruck

Der kleine Platz mit engen Parzellen liegt fast direkt an der Donau. Die Sanitäranlagen waren einfach und sauber. Für Übernachtungen ist der Platz in Ordnung. Für einen längeren Urlaub ging es mir zu eng zu.

Anschrift

Yachthafenstrasse 19
3504 Krems-Stein, Österreich


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Wien Camping Neue Donau

Fakten

Platzart: Campingplatz
Kosten pro Nacht: 25€
Öffnungszeit: 1.5. – 31.10.
Anreise: bis 22:00Uhr
Sanitärausstattung: normaler Standard
Ver- und Entsorgung vorhanden
Stromanschlüsse: auf allen Plätzen
Sat-Empfang: auf vielen Plätzen möglich
DBV-T Empfang: möglich
Brötchenservice: Brötchenservice
Besonderes: Lage in einem Schnellstraßenkreuz,
Luxusplätze gegen Aufpreis
Stand: 2013

Unsere Erfahrung

Die Lage des Platzes schreckt ab. Tatsächlich hört man die umgebenden Schnellstraßen nur leise im Hintergrund. Dennoch kein Platz für lärmempfindliche Camper. Bei unserem Besuch war der Platz gut belegt. Den parzellierten Plätzen sah man die starke Belastung an. Durch die gute Anbindung in die Stadt ein guter Ausgangspunkt für Wien-Besuche

Anschrift

Am Kleehäufel
1220 Wien


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ÖPNV

In wenigen Minuten ist die U-Bahn Station Donaustadtbrücke erreichbar. Die Fahrt in die Innenstadt dauert ca. 20min.

Fahrrad oder zu Fuß

Der Platz ist an den Donau-Radweg angebunden. Für Radtouren und Spaziergänge bietet sich die nahe Donauinsel an. Eine Fahrt zum Prater ist nur auf Radwegen möglich.

Aktivitäten

  • Stadtbesuch Wien
  • Radfahren auf der Donauinsel

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