Ein Zusatzladegerät sorgt für volle Batterien im Kastenwagen

Nachdem klar war, dass unsere Reisegewohnheiten zwangsläufig zu Strommangel führen, musste eine Lösung her. Der erste Schritt war der Einbau eines für AGM-Batterien geeigneten Ladegerätes für den Landstromanschluss.

Vorüberlegungen

Der werksseitig eingebaute Elektroblock erreicht nur eine Ladeschussspanng von 14,3V (gemessen). Dieser Wert passt für klassische Nassbatterien und für Gelbatterien. Die eingebaute Varta AGM Batterie ist für eine Ladeschlussspannung von 14,8V ausgelegt. Die eingebaute Kombination führt dazu, dass der Akku nie optimal geladen wird. Dies beschleunigt die Alterung.

Da wir auf unseren längeren Reisen gern einmal den Komfort von Campingplätzen nutzen, wollte ich sicherstellen, dass unsere Stromspeicher über den Landstromanschluss optimal geladen werden. So entschied ich mich für ein zusätzliches Ladegerät.

Meine Wahl fiel auf das MX10 der Firma Ctek. Dies Gerät mit 10A Maximalstrom verfügt über eine gesonderte Einstellung für AGM-Batterien und über einen Temperaturfühler. So ausgerüstet passt die Ladetechnik zu allen gängigen Batterietypen. Bei der Erneuerung der Batterie bestimmt nicht das Ladegerät den Batterietyp.

Der Einbau

Der Einbau war keine große Sache, da keinerlei Umverdrahtung erforderlich wurde. Das Ladegerät fand unter dem Fahrersitz seinen Platz. Die Befestigung erfolgte nur mit massiven Kabelbindern, da ich das Ctek Gerät auch weiterhin im Notfall für unsere PKW-Batterie nutzen möchte.

Auf der 230V-Seite ersetzte ich den Stecker des Ladegerätes durch einen Kaltgerätestecker. Zwischen Bordnetzanschluss und Elektroblock steckte ich einen Y-Adapter. Das Material fand ich schnell bei Amazon. Die gewählte Steckverbindung hat den Vorteil, dass nur durch Ziehen eines Steckers eines der Ladegeräte stillgelegt werden kann. In der Regel laufen jedoch beide Lader parallel.

Da ich keine fliegenden Sicherungen mag, entschied ich mich, den zusätzlichen Eingang für ein Zusatzladegerät am Elektroblock zu nutzen. Dazu benötigte ich den passenden Mate-N-Lock-Stecker. Nach etwas Suchen fand ich bei Ebay das passende Modell. Später entdeckte ich zufällig, dass alle denkbaren Mate-N-Lock-Verbindungen auch Conrad Elektronik im Sortiment führt.

Da das neue Ladegerät auf 10A begrenzt ist, war eine Änderung der weiteren Verkabelung nicht erforderlich. Die verlegten Querschnitte werden nicht überlastet, selbst wenn beide Lader mit voller Leistung (28A) arbeiten.

Erste Erfahrungen

Der erste Test zeigte bereits Wirkung. Die laut Anzeige volle Batterie hing noch über 6Stunden am neuen Ladegerät, bevor dies die Vollladung signalisierte. Beim zweiten Ladevorgang fiel mir auf, dass das Ctek auf die Erhaltungsladung (13,8V) umgeschaltet hatte, während das EBL-Ladegerät weiterhin 14,4V lieferte. Dieser Wert ist für eine volle Batterie zu hoch.

Die Ursache war die Schalterstellung Gel am Elektroblock. In dieser Schalterstellung lädt das Gerät nach jedem Ansschluss an das Netz  8Stunden mit 14,3V, bevor die Umschaltung auf die Erhaltungsladung erfolgt. Nachdem ich am EBL den Batterietyp auf Nassbatterie Blei/Säure umstellte, bestimmte wie geplant das Ctek die Ladekurve und die jeweilige Ladespannung.

Bis jetzt bin ich mit dem Einbau zufrieden. Nach weiteren Erfahrungen werde ich ich wieder berichten.

Weitere geplante Artikel zum Thema Strom im Kastenwagen:

 

Ein Zusatzladegerät sorgt für volle Batterien im Kastenwagen
Bewerte den Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.