Quedlinburg, Weltkulturerbe am Harz mit viel Fachwerk

Schon früher reisten die Könige zu Ostern nach Quedlinburg. In diesem Jahr machten wir ebenfalls einen kleinen Osterspaziergang durch die Fachwerkstadt am Harz.

Leider durfte unser Wohnmobil an Ostern nicht auf die Reise gehen. Da wir in Sachen Familie unterwegs waren, kam der PKW an die Reihe. Die Zeit reichte leider nur für einen kleinen Ausflug in die Umgebung.

Die größte Sehenswürdigkeit in Quedlinburg ist das weitgehend geschlossene Stadtbild mit den vielen Fachwerkhäusern. Insgesamt soll es in der Stadt 1200 erhaltene Fachwerkhäuser geben. Das architektonische Gesamtbild der Stadt ernannte die UNESCO zum Weltkulturerbe. Es ist damit eines der flächenmäßig größten geschlossenen Welterbegebiete in Deutschland.

Heute leben in der Stadt an der Bode ca. 25.000 Einwohner. Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen. Quedlinburgs. Die geschichtliche Bedeutung entwickelte sich bereits im 10. Jahrhundert. Zu dieser Zeit beschlossen die Herrscher, die Osterpfalz nach Quedlinburg auf den die Stadt überragenden Schlossberg zu verlegen. Die Stiftskirche auf dem Berg ist der vierte Kirchenbau in dieser Stelle und entstand im 11.Jahrhundert. In einem Museum kann man die Geschichte des Schlosses, dass die meiste Zeit als Kloster diente, nachvollziehen.

Wer den Aufstieg auf den Schlossberg hinter sich gebracht hat, wird mit einem schönen Blick über die Stadt und das Harzvorland belohnt. Die sicherlich sehenswerte Kirche konnten wir leider nicht besichtigen. Ich weigere mich, für Kirchen Eintritt zu bezahlen. Gern und oft spende ich ein paar Euro für die Erhaltung der Bauwerke. Jedoch halte ich es für nicht angemessen, das Betreten eines Gotteshauses von der Zahlung einer Gebühr abhängig zu machen.

 

Da die Stadt von stärkeren Kriegschäden verschont geblieben ist, gibt es viele sehenswerte alte Häuser in der Stadt. Glücklicherweise konnte die DDR den Plan, Teile der Innenstadt abzureißen und mit modernen Bauten neu zu erreichten, nicht umsetzten. So überstanden die alten Fachwerkhäuser auch dieses Stück der Geschichte. Viele Häuser in der Altstadt sind schön saniert und bieten dem Besucher ein schönes Bild. An einigen Stellen findet man noch Häuser, denen die Sanierung noch bevorsteht.

Altstadt Quedlinburg

Es lohnt sich, durch die kleinen  Kopfsteinpflastergassen zu streifen und sich die schönen Häuser anzusehen. Wenn man genug gesehen hat, bieten kleine Lokale Erfrischungen und den bekannten Käsekuchen an. Wir fanden den Besuch und den Bummel durch die Stadt äußerst lohnenswert und können einen Abstecher nur empfehlen.

 

Für Wohnmobilfahrer bietet Quedlinburg einen sehr günstig gelegenen Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung an. Bereits nach wenigen Schritten erreicht man den Aufstieg zum Schlossberg. Wenn ich es im Vorbeigehen richtig gelesen habe, kostet die Nacht 6€, aber eine Garantie für den Preis kann ich nicht übernehmen. Irgendwann, mit etwas mehr Zeit, werde ich den Platz genauer unter die Lupe nehmen

 

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