Lieblingsorte in Frankreich: Das Schloss Chenonceau

Unsere Besuche am Atlantik und in der Bretagne führten uns auf der Rückreise immer an die Loire. Mit dem Besuch eines der vielen Schlösser endete regelmäßig unser Urlaub. Diesmal führte uns diese Tradition zum bekannte Schloss Chenonceau am Cher.

Wissenswertes über das Schloss Chenonceau

Das Schloss über den Fluss Cher, einem Nebenfluss der Loire, gehört zu den ganz großen Touristenattraktionen in Frankreich. Das Bauwerk wurde an Stelle einer alten Wassermühle zwischen 1515 und 1522 errichtet. Die bekannte Galerie über den Fluss entstand erst um 1570. Die auch als Festsaal genutzte Galerie ermöglichte den Bewohnern, zu den Ländereinen am gegenüberliegenden Flussufer zu gelangen.

Zur Blütezeit der Loire-Schlösser prägten mit Diana von Poitiers und Caterina de’ Medici zwei Frauen das Bild des Schlosses. Eine zweite Blüte erlebte das Schloss, nachdem es im 18. Jahrhundert in Privatbesitz gelangte. Auch heute noch befindet sich das mittlerweile denkmalgeschützte Schloss noch in Privatbesitz. Laut Wikipedia gehört es derzeit einem Schokoladenfabrikanten.

Unsere Erfahrungen und Erlebnisse beim Besuch des Schlosses Chenonceau

Bereits bei der Ankunft stellten wir erfreut fest, dass ein Teil der Parkplätze als Stellplatz für Wohnmobile genutzt wird. Gern nahmen wir die Möglichkeit der kostenlosen Übernachtung an. Allerdings füllte sich der Platz selbst in der Nachsaison am Abend so stark, dass es sehr eng wurde. Zusammenrücken war angesagt. Tagsüber führt eine Regionalbahnverbindung direkt am Stellplatz vorbei. Nachts verkehrten jedoch keine Züge. Da es bei unserem zweiten Besuch sehr warm war, entschieden wir uns für den kleinen und einfachen Campingplatz ganz in der Nähe, um den Abend in Ruhe vor dem Wohnmobil verbringen zu können.

Allee zum Schloss ChenonceauEin Besuch des Schlosses Chenonceau war außerhalb der Öffnungszeiten nicht möglich, da das gesamte Gelände mit dem großen sehenswerten Park durch einen Zaun verschlossen wird. Nur in der Hauptsaison gibt es die Möglichkeit, den abendlichen Park im Rahmen einer Veranstaltung zu begehen.

Für die Besichtigung gab es die Möglichkeit, dass Schloss auf eigene Faust zu erkunden oder einen Audioguide zu nutzen. Wir entschieden uns für den Audioguide und erhielten auf Deutsch viele Informationen zu der Anlage und den einzelnen Räumen des Schlosses. Die Inneneinrichtung besteht aus vielen wertvollen alten Möbeln und Gemälden. Insbesondere den Kids gefiel die Möglichkeit, für Lebensmitteltransporte direkt unter dem Schloss an der Küche anlegen zu können. Nach der Besichtigung des Hauptgebäudes fand ich den bekannten Festsaal über den Fluss eher enttäuschend.

Nach der Besichtigung des Gebäudes darf ein Besuch in dem nach altem Vorbild gestalteten Renaissancegärten nicht fehlen. Ein wesentlicher Grund für den Parkbesuch ist es, dass Schloss aus der von Kalendern und Postkarten bekannten Ansicht zu erleben.

Uns gefiel das Schloss bei allen unseren Besuchen. Die gesamte Anlage machte einen sehr gepflegten Eindruck, obwohl täglich viele Touristen das Schloss besichtigen. Chenonceau strahlt eine besondere Faszination aus, die nicht nur in der besonderen Bauweise über der Cher begründet ist.

Schloss Chenonceau leicht verfremdet

 

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